Drei Interessenten sollen den insolventen Leitbetrieb übernehmen wollen. In Dt. Schützen hofft man angesichts der spürbaren wirtschaftlichen Folgen auf eine rasche Entscheidung.
Wie geht es mit dem Haubenlokal und der Wohnothek „Am Ratschen“ weiter? Nach der Pleite der Domaines Kilger, wurde auch im März über die Ratschens Restaurant & Wohnothek GmbH in Deutsch Schützen Insolvenz angemeldet. Nun gibt es erstmals konkrete Signale für einen Neustart des touristischen Leitbetriebs: Nach Informationen der „Krone“ gibt es drei konkrete Interessenten, die ihr Interesse an einer Übernahme des Betriebes bekundet haben. Auch Bürgermeister Franz Wachter bestätigt, dass in der Gemeinde von mehreren potenziellen Investoren die Rede ist.
Auch Betrieb aus der Region unter Bietern
Namen werden freilich noch keine genannt, aber hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass auch ein großer Weinbaubetrieb aus der Region darunter sei. Die Hoffnung in Deutsch Schützen ist jedenfalls groß, dass der Betrieb möglichst rasch wieder seine Türen öffnet.
„Für uns ist es ganz wichtig, dass es so schnell wie möglich weitergeht“, sagt Bürgermeister Franz Wachter. Mit der Schließung sei der Gemeinde weit mehr verloren gegangen als ein bekanntes Haubenlokal. „Wir brauchen die Unterkünfte und wir brauchen das Lokal sowieso. Erst jetzt merkt man, welche Bedeutung der Betrieb gehabt hat.“
Wirtschaftlichen Folgen sind in der Gemeinde spürbar
Vor allem als Veranstaltungsort hinterlasse die Ratschen eine große Lücke. Hochzeiten, Familienfeiern und Busgruppen hätten regelmäßig Gäste nach Deutsch Schützen gebracht. Davon hätten nicht nur Gastronomie und Beherbergung profitiert, sondern die gesamte Region. „Das war ein echter Gästebringer“, so Wachter. Die wirtschaftlichen Folgen seien bereits spürbar. Mit der Schließung fallen auch Einnahmen aus der Kommunalsteuer und der Tourismusabgabe weg.
Freies Bieterverfahren
Unterdessen läuft das Insolvenzverfahren, bei dem es Forderungen in der Höhe von 7,7 Millionen Euro gab, weiter. Ein Sachverständiger hat den Verkehrswert der Liegenschaft mit 1,6 Millionen Euro beziffert. Die Frist für Kaufangebote ist bereits abgelaufen. Im nächsten Schritt sollen die Bestbieter vom Masseverwalter zu einem freien Bieterverfahren eingeladen werden, ehe über den Verkauf entschieden wird.
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