Vier Wochen nach einer Operation zieht Caroline Athanasiadis die Reißleine. Die beliebte Kabarettistin macht in einem emotionalen Instagram-Statement klar, warum sie noch immer nicht auf die Bühne zurückkehren kann und warum sie ihr Gesundheitszustand niemanden etwas angeht.
Die ORF-Bekanntheit spricht offen über den Druck, den viele Menschen auf sie ausüben. Immer wieder werde hinterfragt, warum sie trotz Spaziergängen oder Treffen mit der Familie noch keine Auftritte absolviert. Genau dagegen wehrt sich Athanasiadis jetzt.
„Arbeitsunfähig bedeutet nicht lebensunfähig“, stellt die Künstlerin klar. Zwar könne sie alltägliche Dinge erledigen, das bedeute jedoch keineswegs, dass sie bereits fit genug für ihren Beruf sei.
Caro Athanasiadis: „Mein Job verlangt 100 Prozent“
Die Art ihrer Operation möchte die Kabarettistin weiterhin privat halten. Bewusst. Nicht, weil sie etwas verbergen wolle, sondern weil manche Dinge einfach nicht in die Öffentlichkeit gehören.
Viel wichtiger ist ihr eine andere Botschaft: Wer auf der Bühne steht, braucht deutlich mehr als die Fähigkeit, einen Kaffee trinken oder einkaufen zu gehen. Für ihre Arbeit seien Stimme, Atmung, Konzentration, körperliche Fitness und Energie entscheidend.
„All das muss zu 100 Prozent funktionieren“, macht Athanasiadis deutlich.
Jahrelang stellte sie die Gesundheit hinten an
Besonders bemerkenswert: Die Entertainerin verrät, dass sie in ihrer langen Karriere nur rund 15 Vorstellungen absagen musste. Oft sei sie sogar krank aufgetreten, weil sie ihr Publikum nicht enttäuschen wollte.
Heute sieht sie das anders: Sie habe ihre Gesundheit zu lange hinten angestellt und wolle diesen Fehler nicht mehr wiederholen. Die Genesung habe nun oberste Priorität.
Deutliche Botschaft an Kritiker
Am meisten stört die Kabarettistin, dass sich Menschen überhaupt dazu berufen fühlen, ihre Auszeit zu kommentieren. Es sei traurig, sich für eine Krankheit oder einen medizinischen Eingriff rechtfertigen zu müssen, obwohl man sich beides weder ausgesucht noch selbst eingebrockt habe.
Mit ihrem Posting setzt Athanasiadis deshalb ein klares Zeichen für mehr Verständnis gegenüber Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die von außen möglicherweise nicht sichtbar sind.
Die Bühne muss noch warten
Vorerst konzentriert sich die Kabarettistin vollständig auf ihre Erholung. Die Sehnsucht nach ihrem Beruf ist allerdings ungebrochen.
Schon jetzt freut sie sich auf den Moment, an dem sie wieder vor Publikum stehen kann. Bis dahin gilt für die 45-Jährige vor allem eines: gesund werden, statt Erwartungen zu erfüllen.
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