Regierungssitzung

Ländlicher Raum, Sucht und Geschlechtskrankheiten

Kärnten
14.07.2026 14:00

Unterschiedlichste Lebensbereiche waren von den heutigen Beschlüssen der Kärntner Landesregierung betroffen. Während es im ländlichen Raum besonders um Wertschöpfung, aber auch Gemeinschaft, geht, liegt der Fokus der Politik auch auf der Suchtproblematik und Geschlechtskrankheiten. 

Damit nicht nur der Zentralraum rund um Klagenfurt und Villach wächst und gedeiht, legt das Land großen Wert auf die Entwicklung der ländlichen Regionen. So gibt es 343 Projekte im regionalen Arbeitsprogramm 2026 – 207 laufende, 47 abgeschlossene, 89 in Planung.

41 Millionen für ländlichen Raum
„Wir schaffen damit echte Wertschöpfung in den Gemeinden vor Ort und für die Menschen, die dort leben und arbeiten“, betont Landesvize Martin Gruber. Von den 41 Millionen Euro, mit denen die Projekte realisiert werden, kommen 25,6 Millionen vom Land. „Das besondere ist, dass die Entscheidungen in den Regionen und nicht im Land fallen“, so Gruber. Auch in den Breitband und weitere Infrastruktur wird investiert.

„Natürlich sind wir stolz, solche positiven Projekte umzusetzen“, erklärt Landeshauptmann Daniel Fellner. „Aber es gibt nicht nur Sonnenschein in Kärnten, sondern Menschen, die es schwer haben.“

Weitere Beschlüsse

  • 385.000 Euro für Landesskiverband Kärnten für 2027
  • Tätigkeitsbericht und Budget (Rechnungsabschluss 2025, Voranschlag 2027) für den Nationalpark Hohe Tauern
  • 100.000 Euro mehr für Kommunalen Energieeffizienzbonus für Kärntner Gemeinden
  • 25,5 Millionen Euro für Schutz vor Wildbächen und Lawinen
  • Investitionen in das ländliche Wegenetz
  • Fünf Millionen Euro KWF Förderung für Investitionen und Unternehmensgründungen

Geschlechtskrankheiten und Sucht
Damit spricht er heikle Themen an, die in den Zuständigkeitsbereich von Landesrätin Beate Prettner fallen. „Einmal sind das sexuelle Krankheiten, die wieder auf dem Vormarsch sind. Das ist eine Gefahr für alle – wir arbeiten mit Tests und Aufklärung“, so Prettner. „Und dann konzentrieren wir uns auf die Suchtprävention.“

Dafür werden besonders Pädagogen geschult – vom Kindergarten aufwärts. „In gut 80 Prozent der Schulen gibt es schon eine qualifizierte Person“, so Prettner. Besonders erschütternd sind Suchtprobleme bei Jugendlichen. „Im Klagenfurter Ambulatorium liegt da der Schwerpunkt. Es wurden schon 54 beraten.“ Auch um süchtige Schwangere kümmern sich die Einrichtungen: „Da ist doppelt schlimm, die Kinder sind ja nach der Geburt wie auf Entzug.“

Neue Ansätze gefordert
Für „Team Kärnten“-Chef Gerhard Köfer muss sich aber noch viel tun. „Wie wir in den vergangenen Jahren auf tragische Art und Weise miterleben mussten, hat sich die gesamte Dramatik im Sucht- und Drogenbereich noch weiter verschlimmert“, so Köfer. „Bestehende Angebote müssen auf den Prüfstand und neue, innovative Ansätze müssen verfolgt werden.“ Zusätzlich fordert er ein härteres Vorgehen gegen Drogendealer.

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