Steckte in Doline

Junger Ochse per Helikopter von Alm geflogen

Steiermark
14.07.2026 14:03

Tierischer Einsatz am Kufstein in den Schladminger Tauern: Ein junger Ochse war am Dienstag auf über 2000 Metern Seehöhe in eine Doline gestürzt und konnte sich nicht mehr selbstständig befreien. Gemeinsam gelang es dem Landwirt, Tierärzten, Bergrettung und einer Hubschrauber-Crew letztlich, das Tier zu befreien und ins Tal zu bringen.

Ein Landwirt war am Dienstag gerade dabei, seine Rinderherde am Kufstein im Gemeindegebiet von Haus im Ennstal ins Weidegebiet zu treiben. Ein junger Ochse stürzte dabei aber in eine Doline und blieb zwischen zwei großen Felsen stecken.

Das erst neun Monate alte Tier war ausschließlich über einen rund 45-minütigen Fußmarsch durch steiles, alpines Gelände erreichbar. Sofort stiegen Tierärzte, der Landwirt (mit Trinkwasser und Zusatzfutter im Gepäck) zum Ochsen auf – auch fünf Mitglieder der Bergrettung Haus machten sich mit Spezialausrüstung und einer Bergungswinde auf.

Selbstständig konnte sich das Tier nicht aus seiner Lage befreien.
Selbstständig konnte sich das Tier nicht aus seiner Lage befreien.(Bild: Land Steiermark/PB Schmiedtbauer)
Mit vereinten Kräften konnte der Ochse ins Tal gebracht werden.
Mit vereinten Kräften konnte der Ochse ins Tal gebracht werden.(Bild: Land Steiermark/PB Schmiedtbauer)

Tierärzte optimistisch
Nach Rücksprache mit der Veterinärdirektion des Landes wurde aus Gründen des Tierschutzes eine Hubschrauberbergung veranlasst. Das Tier wurde deshalb von seinen Rettern in ein Bergenetz gelegt und anschließend ins Tal geflogen. Dort abgesetzt, begann er sofort das bereitgestellte Futter zu fressen. Nach einer neuerlichen Untersuchung sind die Tierärzte zuversichtlich, dass einer vollständigen Genesung des Tieres nichts mehr im Wege steht. 

„Ich danke allen Einsatzkräften und den Amtstierärztinnen und Amtstierärzten für die rasche und professionelle Intervention“, freut sich Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer. Übrigens: Der Einsatz des Helis kostete überschaubare 1.500 Euro, da die Crew in der Region war – die Kosten trägt in diesem Fall die Veterinärbehörde.

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