Erste Baustufe bei Mega-Öffi-Projekt ist beendet, zweite U2-Tunnelröhre zwischen Matzleinsdorfer Platz und Augustinplatz fertiggestellt. Strikter Sparplan und unvorhersehbare Ereignisse als große Unbekannte.
Freitagvormittag war es so weit: beim U2xU5- Bau wurde mitten in der Stadt ein großer Meilenstein erreicht. Die zweite U2-Tunnelröhre zwischen Matzleinsdorfer Platz und Augustinplatz ist fertig. Die Tunnelvortriebsmaschine „Debohra“ hat ihr Ziel erreicht und ist erfolgreich im 7. Bezirk angekommen.
Empfangen wurde der überdimensionale Bohrer von Bürgermeister Michael Ludwig, Verkehrsstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ) und den Wiener Linien-Chefinnen Alexandra Reinagl und Gudrun Senk. „Die Fertigstellung der beiden U2-Tunnelröhren ist ein großer Meilenstein und ein sichtbarer Schritt für unser klimafreundliches und zukunftssicheres Wien“, freute sich der Stadtchef. Momentan werden in Wien gleich zwei U-Bahn-Projekte auf einmal realisiert: Die U2 bekommt eine Verlängerung nach Süden und Wien bekommt seine U5. Der Ausbau erfolgt in zwei Baustufen. Jetzt kann der Innenausbau der Tunnel und der neuen U2-Stationen starten.
Mehrere Verzögerungen und Stolpersteine
Der Abschnitt Richtung Rathaus wurde bereits im Baggervortrieb fertiggestellt. In Zukunft soll die Fahrt von der U2xU5 Station Rathaus zur Neubaugasse nur rund zwei Minuten dauern. Und etwa fünf Minuten zur künftigen U5xU6 Station Michelbeuern-AKH. Immer wieder gab es Rückschläge für das Jahrhundert-Verkehrsprojekt.
2024 hat das massive Hochwasser schwere Schäden in der U-Bahn-Baustelle Pilgramgasse angerichtet. Wassermassen zerstörten dort unter anderem Spezialbaumaschinen. Im November 2025 wurde die versprochene Eröffnung der U5 um gleich fünf Jahre auf 2030 verschoben – der restliche Baustart der neuen Linie Richtung Hernals wurde auf 2028 verlegt. Der Baustart für die Verlängerung der U2 in Richtung Wienerberg wurde ebenfalls auf 2030 gestreckt. Hinzu kommen Kostenexplosionen. Sorgen um die Finanzierungskosten wischt Stadträtin Sima weg: „Die Gespräche mit dem Bund laufen gut. Wir werden zu einer Lösung kommen.“
Doch viel wichtiger ist die Frage, ob die zwei neuen U-Bahnen auch wirklich wie geplant 2030 in Betrieb gehen? „Derzeit sind wir wirklich gut im Plan. Überraschungen gibt es zurzeit nicht, aber das kann man nie wissen“, verrät Wiener Linien-Chefin Alexandra Reinagl.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.