In Autos gefangen
„Beispiellose Tragödie“: Zwölf Tote bei Waldbrand
Im Süden Spaniens hatte ein Waldbrand verheerende Folgen: Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Die Einsatzkräfte fanden mehrere Todesopfer in Autos auf. Die Ursache für den schweren Brand in Andalusien könnte eine abgerissene Stromleitung sein.
Bei dem Waldbrand sind rund 300 Kilometer nordöstlich von Málaga, in der Gemeinde Los Gallardos, mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Allerdings kenne man die genaue Zahl der Toten nicht – es sei ein Feuer bisher nie da gewesenen Ausmaßes, sagte Bürgermeister Francisco Miguel Reyes, im Staatsfernsehen RTVE.
Einige der Opfer seien in ihren Fahrzeugen von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt. Etwa zehn Menschen wurden RTVE zufolge verletzt und einige von ihnen in Krankenhäuser gebracht.
„Schmerz ist unermesslich“
Der regionale Gesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer „beispiellose Tragödie“ – es sei der Waldbrand „mit den bisher schwersten Folgen“ in Andalusien. „Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert, und unser Herz ist bei Almería und allen Betroffenen.“
In den sozialen Medien kursierten Bilder und Videos von dem schlimmen Waldbrand:
Auf Fernsehbildern war zu erahnen, wie gewaltig das Feuer in der Provinz Almería sein muss: Über der waldreichen Gegend zeichneten sich die orangefarbenen Flammen in großer Breite ab. Der Brand war am Donnerstagnachmittag in einer im Küstenhinterland nordöstlich von Almería gelegenen Gemeinde ausgebrochen, wie die Regionalregierung mitteilte.
In den sozialen Medien veröffentlichte Bilder und Videos zeigen das Ausmaß des Brandes:
Campingplatz evakuiert
Mehr als 1000 Menschen mehrerer Ortschaften wurden evakuiert und in Notzelte in benachbarten Orten wie Mojácar gebracht. Auch ein Campingplatz, der bisher von den Flammen verschont blieb, wurde vorsorglich geräumt. 400 teils ältere Menschen seien mit Hilfe des Rettungsdienstes an sichere Orte gebracht worden.
Ausgelöst durch Stromleitung?
Die Ursache für das Feuer könnte eine heruntergefallene Stromleitung sein, wie Zeugen den Behörden berichteten. Die Stromleitung soll dann dann die ausgetrocknete Vegetation in Brand gesetzt und sich auf den umliegenden Wald ausgebreitet haben. Die Behörden bestätigten die Berichte der Zeugen bisher nicht.
Nach Informationen von RTVE haben etwa 150 Feuerwehrleute die ganze Nacht über gegen die Flammen gekämpft. Der Winde habe mittlerweile nachgelassen, was die Löscharbeiten nun begünstigten müsste, hieß es in den Nachrichten am Freitag in der Früh.
Mehr als 50.000 Hektar zerstört
In Spanien wüten derzeit eine ganze Reihe von Waldbränden. Seit Jahresbeginn haben dort großflächige Feuer bereits mehr als 50.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen.
Spanien leidet wie auch Portugal und Frankreich derzeit unter massiver Hitze. In Teilen des Landes gilt seit Tagen die höchste Hitze-Alarmstufe. Das trockene Wetter und die hohen Temperaturen begünstigen den Ausbruch von Feuern. Auch in Frankreich und Portugal kämpfte die Feuerwehr in den vergangenen Tagen gegen mehrere schwere Brände.









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