Nach Eskalation

Trump: „Die USA stimmen neuen Iran-Gesprächen zu“

Außenpolitik
10.07.2026 16:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Unterhändler aus Katar sind derzeit wieder zu Gesprächen im Iran, um im Konflikt mit den USA zu vermitteln. Laut Insiderinnen und Insidern soll unter anderem über die Gründe für die jüngste Eskalation und um die Umsetzung des Rahmenabkommens gesprochen werden.

Zuvor hatte auch ein US-Regierungsvertreter gesagt, dass die technischen Gespräche weiterlaufen würden. Er betonte, dass das Verhalten der iranischen Führung aber einen Verstoß „inakzeptablen Ausmaßes“ darstelle. Die aktuellen Gespräche würden in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten geführt, sagte auch ein Insider. Vertreter aus Pakistan und Katar vermitteln bereits seit Monaten in dem Konflikt und waren auch an der Einigung auf das Abkommen beteiligt, das zu einem Ende des Kriegs führen soll.

Auch offizielle Gespräche werde es wieder geben, kündigte US-Präsident Donald Trump an. Die Regierung in Teheran habe darum gebeten, die Verhandlungen fortzusetzen. Dem Iran sei aber unmissverständlich mitgeteilt worden, dass die Waffenruhe beendet sei.

Wie berichtet, hat das US-Militär in den vergangenen Tagen mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran gestartet. Das Weiße Haus begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. Danach meldeten US-Verbündete am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain Beschuss aus dem Iran. Ins Visier genommen wurden unter anderem Militärstützpunkte, Schiffe und Zerstörer.

Weniger Schiffe kamen durch Straße von Hormuz
Trump hatte dem Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen. Mit der jüngsten Eskalation sind die Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormuz wieder zurückgegangen. Am Donnerstag haben 22 Schiffe die Meerenge passiert, wie Daten des Anbieters Kpler zeigen. Am Mittwoch hatten noch 30 Schiffe die Straße von Hormuz passiert. Insgesamt sind die Durchfahrten auf einem Abwärtstrend seit ihrem Höchststand Mitte Juni.

Die Straße von Hormuz soll Inhalt der Gespräche des iranischen Außenministers Abbas Araqchi mit Amtskollegen aus dem Oman und der Türkei gewesen sein. Darin wurde die Notwendigkeit betont, diplomatische Kanäle zu nutzen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

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