Feinspitze unter den Beobachtern der politischen Maschinenräume wird der Name Jochen Danninger vielleicht schon untergekommen sein. Der Mann war Sekretär von Andreas Khol, später Sekretär von Michael Spindelegger, kurz Staatssekretär und Landesrat in Niederösterreich. Jetzt ist Danninger wieder Sekretär, aber immerhin Generalsekretär bei einer bekannt spendablen Einrichtung: der durch Harald Mahrer zu einiger Berühmtheit gelangten Wirtschaftskammer.
Dort hebt der gute Herr Danninger Monat für Monat nun 22.000 Euro ab. Fast läppisch, weil brutto.
Diese Geschichte sei bloß erwähnt, weil aus der Politik immer wieder Wehklagen zu hören sind, dass sich keiner mehr dem steten Undank des politischen Betriebs aussetzen möchte.
Dass sich doch immer wieder Märtyrer für das harte Geschäft finden, mag eventuell daran liegen, dass es ein Leben nach der Politik gibt. Etwa wie das des famosen Ex-Kanzlers Nehammer, dessen Geheimwissen vom budgetären Zauberkuchen der Europäischen Investitionsbank 31.000 Euro im Monat wert ist. Der nicht minder grandiose Ex-Finanzminister Magnus Brunner muss als EU-Kommissar mit 29.000 Euro Monatsgage sein Auslangen finden. Dagegen ist der frühere Neos-Abgeordnete Gerald Loacker mit einem 27.000-Euro-Job im EU-Rechnungshof fast schon ein Armutschkerl.
Aber es kann ja auch nicht ein jeder in die Privatwirtschaft wechseln wie ein Josef Pröll zu einer Raiffeisen-Mühle oder wie Alfred Gusenbauer als Benko-Spezi in die Immobilien-Branche.
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