Sanfte Landschaftspfleger ziehen dort ein, wo einst Österreichs einziges Atomkraftwerk auf Stromproduktion wartete. Die „Krone“ schaute bei den Tieren vorbei.
Wo einst über Kernenergie diskutiert wurde, erklingt heute friedliches Blöken. Rund um das nie in Betrieb gegangene AKW Zwentendorf (NÖ) haben Schafe ihr neues Revier bezogen. Die genügsamen Vierbeiner halten die Wiesen auf natürliche Weise kurz und ersetzen dabei einen Teil der maschinellen Pflege – ganz ohne Lärm, Abgase oder Treibstoff.
Die Tiere fühlen sich wohl
„Die Schafe fühlen sich auf dem Gelände sichtlich wohl. Sie übernehmen ganz natürlich Aufgaben, für die sonst Maschinen im Einsatz wären. Das ist nachhaltig, ressourcenschonend und sorgt gleichzeitig für ein besonderes Bild am Standort Zwentendorf“, sagt EVN-Sprecher Stefan Zach.
Seit der Übernahme des Areals durch die EVN im Jahr 2005 hat sich das AKW zu einem außergewöhnlichen Ausbildungs-, Trainings- und Veranstaltungszentrum entwickelt. Sicherheitsübungen, Rückbautrainings und Führungen locken jährlich bis zu 15.000 Besucher an.
„Ort der Begegnung und des Austauschs“
„Das AKW Zwentendorf hat zwar nie Strom aus Kernenergie erzeugt, ist heute aber ein Ort der Begegnung, des Lernens und des Austauschs“, so Zach. Und nun schreiben ausgerechnet Schafe das wohl friedlichste Kapitel dieses besonderen Stücks österreichischer Zeitgeschichte.
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