Ob Alarm im Notfall, Krankentransport oder die neue „Digitale Überweisung“ – die Einsatzkräfte sind bei Hitze extrem gefordert.
Helfen ist ihre Berufung! Wenn es gilt, Menschen aus gefährlichen Situationen zu befreien oder nach Unfällen rasch zu versorgen, ziehen die Mitarbeiter der Landessicherheitszentrale (LSZ) rund um die Uhr im Hintergrund die Fäden. Gebündelt werden alle Notrufe und Alarmierungen via 122, 144, 141 und 130 – Gesundheitsberatung unter 1450 inbegriffen.
906 Gespräche pro Tag
Heuer gingen in der Leitstelle von Jänner bis Juni 164.000 Anrufe ein, das sind im Schnitt 906 Gespräche mit Hilfesuchenden pro Tag. Noch mehr gefordert als sonst waren die LSZ-Profis und die Einsatzkräfte während der Tropenhitze dieser Tage. Allein seit dem vergangenen Wochenende sind 15 Meldungen aufgrund eines Kollapses und neun Warnungen wegen Flurbränden registriert worden.
„Die extremen Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein reibungsloses Zusammenspiel aller Einsatzkräfte im Notfall ist“, betont Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Hans Peter Doskozil.
Personal vorausschauend aufgestockt
Um sogar unter außergewöhnlichen Bedingungen jederzeit rasch helfen zu können, hat die LSZ mit den Rettungsorganisationen vorausschauend das diensthabende Personal aufgestockt. „Während unser Calltaker mit dem Anrufer spricht, läuft bereits parallel die Abwicklung eines Notfalls, wie etwa die Alarmierung eines Notarzthelikopters, des Rettungsdienstes, der Feuerwehr“, erklärt LSZ-Dienststellenleiter Markus Halwax.
Extreme Hitze dieser Tage hat erneut gezeigt, wie wichtig ein reibungsloses Zusammenspiel aller Einsatzkräfte für Menschen in Not ist.

Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann
Bild: Karl Grammer
Pilotprojekt „Digitale Überweisungen“
Erst im Februar starteten die „Digitalen Überweisungen“ als Pilotprojekt. Seither wurden über die Gesundheitsberatung 160 Transfers dieser Art mittels QR-Code an die Kliniken Oberwart und Güssing durchgeführt. Darüber hinaus sind im ersten Halbjahr via 1450 fast 2900 Gesundheitsberatungen absolviert worden. Weiters verzeichnete die LSZ 12.000 Anfragen beim Ärztenotdienst und 45.000 disponierte Krankentransporte.
Dazu kamen 12.000 First-Responder-Aufrufe, 150 Einsätze der Krisenintervention und 5200 Feuerwehralarmierungen. Halwax: „Jeder Handgriff muss sitzen!“
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