Verteidigungslinie

Stocker zur WM-Reise: „Viel Lärm um wenig“

Innenpolitik
03.07.2026 06:00

Bundeskanzler Christian Stocker flog mit zehn Mitarbeitern zum WM-Spiel der National-Elf gegen Argentinien in die USA. So ballert er nun im „Krone“-Interview zurück.

Einmal Fußball und zurück. Am 22. Juni verlor Österreich bei der WM 0:2 gegen Argentinien. Der Kanzler durfte dem Doppel-Torschütze Lionel Messi ganz aus der Nähe auf die Beine schauen. Christian Stocker hatte sich für das Match extra nach Dallas verfügt – begleitet von gleich zehn Mitarbeitern. Nicht jeder im Land nahm das im Angesicht von Sparpaketen sportlich.

Keine Spaß-Reise?
Er verstehe die Aufregung, sagt Stocker nun im Krone-Interview, will die Vorwürfe aber nicht so stehen lassen. „Ich bin nicht mit zehn Leuten zu einem WM-Spiel in die USA geflogen, sondern mit sechs Kabinettsmitarbeitern und Fachreferenten, weil wir ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern hatten.“

Stocker mit einem Glücksbringer
Stocker mit einem Glücksbringer(Bild: facebookaccount "Christian Stocker")

Der Bundesstaat Texas sei gleich groß wie die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. „Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir wirtschaftliche Beziehungen pflegen. Ich finde, es gibt da viel Lärm um sehr wenig.“

Die Kritik habe ihn nicht geärgert. „Aber es gab Zeiten, da waren wir stolz auf unser Land, auf unsere Erfolge, es gab ein gemeinsames Österreich-Bewusstsein. Mir tut es leid, dass das verloren gegangen zu sein scheint.“

Fans und Team hätten sich über die Unterstützung gefreut. „Wenn ich es nicht gemacht hätte, wäre der Haushalt marginal entlastet worden.“

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