13. Sechzehntelfinal-Partie bei der Fußball-WM 2026: Die Schweiz trifft auf Algerien. Wir berichten live (siehe unten).
Hier der LIVETICKER:
Der Schweiz, Sieger der Gruppe B, steht heute in Vancouver ein heißer Tanz bevor: Algerien, nach dem dramatischen Spiel am Sonntag (3:3 gegen Österreich) Dritter in der Österreich-Gruppe J, wartet und ist nicht zu unterschätzen. Umso mehr, als die Nordafrikaner von Vladimir Petkovic gecoacht werden, der von 2014 bis 2021 die Schweizer Nati betreute und somit der Vorgänger des aktuellen Trainers Murat Yakin ist.
Nicht zuletzt deshalb ist aus eidgenössischer Sicht zu befürchten, dass Petkovic die Truppe sehr gut kennt. Ex-Nati-Trainer Petkovic übernahm Algerien Anfang 2024 auf dem Tiefpunkt und führte „Les Fennecs“ (die Wüstenfüchse, Anm.) mit acht Siegen aus zehn Spielen souverän durch die WM-Qualifikation. Er selbst war es im Jahr 2021, der nach der wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobenen EM seinen Vertrag mit dem Schweizer Verband auflöste.
„Ich kenne sie sehr gut“
„Ich kenne sie sehr gut“, sagte der 62-jährige Petkovic über sein Wiedersehen mit seinen früheren Schützlingen. „Auch wenn es ein paar neue Spieler gibt, einige Spieler haben auch schon unter mir gespielt.“ Und das sind gar nicht so wenige. Aus der Startelf beim letzten Spiel von Petkovic als Nati-Coach – dem Viertelfinal-Aus bei der EM 2021 gegen Spanien – sind auch jetzt noch sieben Spieler dabei.
Yakin freut sich auf das Zusammentreffen mit seinem Vorgänger. „Es ist eine Gelegenheit, ‘Vlado‘ (Petkovic) wiederzusehen, den ich aus unserer gemeinsamen Zeit in der Schweiz kenne“, sagte der Schweizer Coach, der Algerien als „interessanten Gegner mit viel individueller Qualität“ bezeichnet.
Xhaka im 150. Länderspiel
Besonders weiß Petkovic darüber Bescheid, was der Kapitän der Nati, Granit Xhaka, zu leisten imstande ist. Xhaka war auch schon unter Petkovic Denker und Lenker des Schweizer Nationalteams. Just gegen Algerien steht Xhaka vor seinem 150. Länderspiel für die Schweiz. Ein Blick auf die einzigartige Karriere des 34-Jährigen verrät, dass er seit 15 Jahren kaum wegzudenken ist. Sein Debüt im Nationalteam feierte er vor 15 Jahren – im Juni 2011 – als 18-Jähriger im EM-Quali-Match gegen England im Wembley-Stadion (2:2).
Xhaka wurde dabei nicht eingewechselt, sondern spielte durch. Wie undenkbar eine Nati ohne Xhaka ist, beweist auch folgende Zahl: In nur fünf seiner 149 Spiele in der Nationalelf stand er nicht in der Startaufstellung. Tormann-Trainer Patrick Foletti, der ihn seit Langem kennt, lobte den Jubilar: „Seine Art ist manchmal unangenehm, manchmal nervig und für den einen oder anderen vielleicht nicht einfach, weil sie nicht ‘schweizerisch‘ ist. Aber sie ist verdammt notwendig.“ Und das ganz sicher auch gegen Algerien.
Eckpfeiler Akanji, Manzambi und Kobel
Dabei müssen sie sich nicht nur auf Xhaka verlassen. Manuel Akanji bringt Balance und Siegermentalität von Manchester City in die eidgenössische Abwehrreihe, das aufstrebende Talent Johan Manzambi spielte sich mit drei Toren und einem Assist bei seinen jüngsten drei Auftritten ins Rampenlicht, obwohl er nur einmal von Beginn an spielte. Torhüter Gregor Kobel unterstrich seine Qualität beim 2:1-Sieg gegen Kanada, der den Schweizern den Sieg in der Gruppe B und eine einwöchige Pause einbrachte.
Riyad Mahrez führt Wüstenfüchse an
Unterschätzen sollten die Schweizer Petkovics Algerier aber nicht nur wegen der Expertise ihres Ex-Trainers nicht: Die Mannschaft, angeführt vom mittlerweile 35-jährigen Kapitän Riyad Mahrez (Ex-Leicester- sowie Ex-ManCity-Star), konnte vor allem mit ihren Offensiv-Qualitäten überzeugen – schlag nach bei Österreich. Neben Mahrez, der mittlerweile nach Saudi-Arabien weitergezogen ist, gibt es eine starke Fraktion aus der französischen Ligue 1 sowie aus der deutschen Bundesliga. Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Farès Chaibi (Eintracht Frankfurt) und Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) seien hier genannt. Viele der Spieler in der algerischen Nationalmannschaft sind in Frankreich geboren.
Ist die Offensive der „Fennecs“ hui, so gilt dies weniger für die Defensive. Auch das offenbarte das Österreich-Spiel. Gegen Argentinien oder besser gegen Lionel Messi kassierte die algerische Verteidigung ebenfalls drei Tore. Das wird auch Yakins Team gegen das seines Vorgängers ausnutzen wollen.
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