Ein heute 29-Jähriger wurde im Tiroler Kitzbühel nach einer Feier von einem Taxi überrollt und schwer verletzt. Der Lenker stritt den Unfall (fast) bis zum Schluss ab – das Urteil fiel überraschend aus ...
Eine fröhliche Feier anlässlich eines bevorstehenden Familienglücks mit zwei Freunden in „Rosi’s Sonnbergstuben“ in Kitzbühel endete für Constantin Schödl im Februar 2025 dramatisch im Spital. Der gebürtige Wiener wurde auf einem Parkplatz vor dem als Promi-Hotspot bekannten Lokal von einem Taxi erfasst und schwer verletzt.
Freunde wurden Zeugen des Unfalls
„Ich kann mich nur daran erinnern, wie ich einen Reifen neben meinem Kopf sah und anschließend in den Krankenwagen geschoben wurde“, erzählt der mittlerweile 29-jährige Wahl-Tiroler. Seine beiden Freunde wurden jedoch Zeugen des Unfalls. Sie mussten mitansehen, wie ein Mercedes-Bus zunächst über den Fuß ihres Freundes und anschließend über dessen Ohr rollte, als er am Boden lag. Die Bilanz: sechs gebrochene Rippen, ein Lungenriss und ein halb abgerissenes Ohr. „Ich habe bis heute kein Gefühl“, sagt Schödl beim Prozess am Bezirksgericht in Kitzbühel.
Späte Einsicht bewahrte Taxler vor Verurteilung
Trotz der schweren Verletzungen und der Aussagen der beiden Zeugen stritt der Berufskraftfahrer vehement ab, den Unfall verursacht zu haben. Er behauptete sogar, Schödl mit seinem Wagen gar nicht berührt zu haben.
Drei Verhandlungen und mehrere Gutachten später, nun aber die überraschende Wende: Der Taxler übernahm plötzlich doch die Verantwortung und kam mit einer Geldbuße von 480 Euro davon, muss aber auch die mittlerweile angefallenen Gerichtskosten von 3100 Euro übernehmen.
„Unfassbar“, schäumte das Opfer, „dafür hätten wir nicht mehrmals vor Gericht antanzen müssen.“ Sein Vater will das „verlorene Vertrauen in die Justiz“ nun in einem Schreiben an das Gericht zum Ausdruck bringen. Auf den Taxifahrer dürften aber ohnehin noch erhebliche zivilrechtliche Schadenersatzforderungen zukommen ...
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