Weniger Spitäler?

Große Sorge um die Zukunft der Arztpraxen

Burgenland
03.07.2026 07:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Primärversorgungszentren statt klassischen Hausarztpraxen, Aus für gleich drei Spitäler: Die Ärztekammer schlägt jetzt Alarm.

Derzeit ist es nur eine „Versorgungsanalyse“, die im Auftrag der „Reformpartnerschaft“ von der Gesundheit Österreich gemeinsam mit BDO und der EPIG GmbH erstellt wurde. Dennoch sorgt diese bei der Ärztekammer Burgenland für Sorgenfalten. Denn klassische Hausarztpraxen sind darin nur mehr die Ausnahme. Diese sollen von Primärversorgungszentren – und Facharzt-Gruppenpraxen – abgelöst werden.

Kleinere Standorte nicht vorgesehen
Die Zentren sollen zur „zentralen Drehscheibe des Systems“ werden. Auch die Zahl der Spitäler soll sinken: Kleinere Standorte sind in der Analyse nicht mehr vorgesehen. Betreffen könnte dies bis zu 50 Krankenhäuser österreichweit. Als Zeithorizont wird das Jahr 2040 angegeben.

Zitat Icon

Diese Ideen kommen von Theoretikern, die weder medizinische Experten noch die Ärztekammer in den Reformprozess eingebunden haben.

Michael Schriefl, Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte

Für das Burgenland als dünn besiedeltes Flächenbundesland hätten diese Pläne gravierende Folgen, warnt die Ärztekammer. „Wer glaubt, man könne wohnortnahe Hausarztmedizin durch große Zentren und zentrale Steuerungsmodelle ersetzen, verkennt die Realität am Land“, meint Hartwig Fassl, stv. Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte. „Wer die Einzelpraxis schwächt, schwächt den direkten Zugang zum Arzt“, ist er überzeugt.

Drei Standorte in Gefahr
Hinsichtlich der Krankenhäuser wären im Burgenland gleich drei Standorte in Gefahr: Kittsee, Oberpullendorf und Güssing. Sie alle haben weniger als 180 Betten. „Es wäre ein gesundheitspolitischer Skandal, diese Standorte jetzt auf dem Reißbrett zu streichen, ohne die betroffene Bevölkerung, die behandelnden Ärzte oder die Ärztekammer auch nur zu fragen“, sagt Ärztekammer-Präsident Christian Toth.

Der Gegenvorschlag der Standesvertretung: Attraktive Rahmenbedingungen für Kassenärzte, weniger Bürokratie und faire Honorare.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

19° / 27°
Symbol heiter
14° / 28°
Symbol einzelne Regenschauer
19° / 27°
Symbol heiter
17° / 28°
Symbol heiter
17° / 28°
Symbol heiter
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung