Die Montanuniversität Leoben hat durch einen rechtsextremistischen Vorfall im Umfeld der Burschenschaft Leder Schaden genommen. Die Polizei ermittelt. Rektor Peter Moser im Gespräch mit der „Krone“ über das Image seiner Hochschule und Extremismus vs. Traditionen.
„Krone“: Im Umfeld des 140. Stiftungsfests der Burschenschaft Leder wurde ein Taxifahrer zusammengeschlagen. Dieser wollte nach „Sieg Heil“-Rufen die Polizei rufen. Es wird wegen NS-Wiederbetätigung ermittelt. Stadt, ÖH und die Montanuniversität Leoben haben sich klar distanziert. Was heißt das im Fall der Uni konkret?
Peter Moser: Die Burschenschaft Leder wird von allen Aktivitäten an der Montanuniversität ausgeschlossen. Grundsätzlich sind die studentischen Verbindungen in Leoben keine der Montanuniversität, sondern studentische Verbindungen, wie es sie an allen österreichischen Universitäten gibt. Etwa fünf bis zehn Prozent unserer Studenten entscheiden sich, zu einer Verbindung zu gehen. Es gibt zehn Männerverbindungen, davon sind zwei Burschenschaften, und zwei Damenverbindungen in Leoben.
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