Stardesigner Atıl Kutoğlu feierte mit der heimischen Prominenz die Eröffnung seines neuen Flagship-Stores in der Wiener Innenstadt. Bei Häppchen und kühlen Getränken wurde das Mode-Juwel bestaunt. Mit der „Krone“ sprach er über seine Liebe zu Wien, neue Trends und einem ganz besonderen Wunsch.
Bei fast 36 Grad brachte Atıl Kutoğlu am letzten Juni-Abend nicht nur die Wiener Modewelt gehörig ins Schwitzen. Mit einem eleganten Opening-Cocktail eröffnete der Designer seine neue Boutique am Bauernmarkt im Herzen der Stadt. Bei kleinen Snacks und einem Gläschen Wein feierte die heimische Society das neue Mode-Juwel im Ersten Bezirk. „Ich bin schon etwas nervös“, gestand Kutoğlu der „Krone“. Schließlich bedeutet ihm die Eröffnung besonders viel. „Die Boutique unterstreicht meine Liebe zu Wien.“ Obwohl er seine Kollektionen jahrelang in New York und Paris zeigte, sei er Wien stets treu geblieben und immer wieder heimgekehrt. Nun wolle er den Wienern und internationalen Modefans seine gesamte Kollektion an einer prominenten Adresse präsentieren. „Wien hat sich modisch sehr weiterentwickelt“, zeigte er sich überzeugt.
Von der Albertina bis zum Bosporus
Für das Interior holte sich Kutoğlu Unterstützung vom italienischen Stararchitekten Claudio Nardi, der bereits für Valentino und Dolce & Gabbana arbeitete. Die beiden kennen einander schon lange: „Claudio hat bereits vor 25 Jahren meinen ersten Store hier im Palais Harrach gestaltet.“ In dem neuen Geschäft trifft mediterranes Flair auf türkische Inspirationen und Wiener Moderne – ganz nach Kutoğlus Geschmack. „Unsere Stadt ist einfach ein guter Boden für kreative Menschen“, erklärte der Designer.
Auch seine Kreationen tragen unverkennbar seine Handschrift: kräftige Farben, besondere Muster und orientalische Einflüsse. Die Inspiration dafür findet Kutoğlu vor allem in seinen beiden Lieblingsstädten. „Wien und Istanbul sind unglaubliche Inspirationsquellen für mich. Wenn ich in Wien eine Ausstellung in der Albertina besuche oder in Istanbul am Bosporus jogge, ist jede Minute für mich wertvoll. Dabei entstehen auch die Ideen für meine nächsten Kollektionen.“
Doch was trägt man denn eigentlich in diesem Sommer? Für Kutoğlu ist die Antwort klar: „Knappe Shorts sind wieder in. Aber vor allem der mediterrane Riviera-Stil, wie ich ihn nenne mit einem Mix aus den 50er- und 60er-Jahren.“ Grundsätzlich müsse Mode für ihn jedoch zeitlos bleiben. Trends dürften Spaß machen, sollten den persönlichen Stil aber nicht überlagern.
Und was macht eine Frau eigentlich zur Stilikone – das Kleid oder die Art, wie sie es trägt? „Eine Mischung aus beidem. Ich würde sagen: 50 zu 50“, erklärte Kutoğlu lächelnd. Selbstbewusstsein und ein starkes Auftreten seien ebenso wichtig wie das passende Outfit. „Auch starke Frauen brauchen gute Mode und vor allem gute Partner.“
Kutoğlu, what else?
Die nette Eröffnung ließen sich unter anderem Katharina Nehammer, Ehefrau von Altkanzler Karl Nehammer, und Udo-Jürgens-Tochter Sonja Jürgens nicht entgehen. „Sein Stil ist wirklich outstanding – und er ist so eine Frohnatur. Seine Stoffe sind hochwertig und die Schnitte besonders“, schwärmte Nehammer. Auf die Frage, ob sie an diesem Abend ebenfalls eine Kreation von Kutoğlu trage, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Natürlich, what else? Er ist mein Lieblingsdesigner.“ Jürgens zeigte sich unterdessen vor allem von der „unheimlich schönen Atmosphäre“ begeistert. Man fühle sich in der Boutique sofort wohl.
Seit Jahren stattet der Modeschöpfer bekannte Damen für große Auftritte aus. Von einer träumt er allerdings ganz besonders: „Dua Lipa würde ich gerne einkleiden. Ich glaube, das könnte gut passen.“
Na dann, die passenden Roben könnten in Wien jedenfalls schon bereitstehen.
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