Im Kartellverfahren

Richterin an Brau Union: „Sommerpause nutzen“

Oberösterreich
01.07.2026 20:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Laut Bundeswettbewerbsbehörde soll die Brau Union „Einfluss auf die Aktivität der unabhängigen Getränkehändler“ genommen haben. Im laufenden Kartellverfahren hat der Konzern die Vorwürfe bestritten. Am letzten Verhandlungstag vor dem Sommer hoffte die Richterin, dass die Prozesspause für „konstruktive“ Gespräche genutzt wird. 

Die Zusammenarbeit mit Getränke-Logistikpartnern und mutmaßlicher wirtschaftlicher Druck auf Getränkelieferanten stehen im Fokus des noch bis Jahresende dauernden Kartellverfahrens, mit dem sich die Brau Union konfrontiert sieht. Im Herbst will die Richterin noch die letzten dreizehn Zeugen einvernehmen. Bis dahin appelliert sie an die Brau Union, den Sommer für „konstruktive“ Vergleichsgespräche zu nutzen.

Verhandlung wird im September fortgeführt
Für Unverständnis sorgte bei der Verhandlung am Dienstag ein Beweis würdigender Antrag des Brauereikonzerns, mit dem er mit Aussagen von bereits gehörten Zeugen Vorwürfe der Bundeswettbewerbsbehörde entkräften wollte. „Diese Schriftsätze finde ich unnötig“, so die Richterin. Während die Einvernahme eines Ex-Brauereimanagers wenig Neues brachte, erschien ein weiterer Zeuge nicht am Kartellgericht. Der Geschäftsführer einer Privatbrauerei hat die elektronische Ladung nicht erhalten. Am 21. September wird in Wien weiterverhandelt.

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