Erdbeben in Venezuela

Hund „Giselle“ nach 5 Tagen aus Trümmern gerettet

Ausland
30.06.2026 13:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Knapp eine Woche ist das verheerende Erdbeben in Venezuela her. Und noch immer werden Lebende gefunden. Ein Happy End gab es auch für die Hundedame „Giselle“.

Erfreut lieg der Hund in den Armen seines Retters und schleckt ihm aufgeregt das Gesicht ab. Nach einem fünfstündigen Einsatz konnte „Giselle“ wohlbehalten geborgen werden, schrieb El Salvadors Präsident Nayib Bukele auf der Plattform X.

Auch erreichten demnach Einsatzkräfte aus El Salvador in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) einen 44-Jährigen unter dem Schutt eines Einkaufszentrums in der Küstenstadt Maiquetía. Während die Rettungsarbeiten andauerten, sei der Mann über einen Schlauch mit Wasser versorgt worden.

Die Feuerwehr der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, die ebenfalls im Katastrophengebiet im Einsatz war, meldete am Montag die Rettung eines Zwölfjährigen. „Fünf Tage nach dem Erdbeben sind Lebenszeichen der größte Ansporn, weiterzumachen“, hieß es in einem Post auf der Plattform X. „Solange es noch eine Chance gibt, werden wir weitersuchen.“

Dieses Gebäude wurde im Zuge der Erdbeben stark beschädigt, die oberen Stockwerke stürzten ein.
Dieses Gebäude wurde im Zuge der Erdbeben stark beschädigt, die oberen Stockwerke stürzten ein.(Bild: AFP/FEDERICO PARRA)

Schon 1719 bestätigte Todesopfer
Die Zahl der Toten nach den beiden Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 am vergangenen Mittwoch liegt nach Angaben der venezolanischen Regierung derzeit bei 1719. Einsatzkräfte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten suchen weiter unter eingestürzten Gebäuden nach Verschütteten. Nach einer Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS könnte die Zahl der Toten in die Zehntausende gehen.

„In der betroffenen Region wurden wahrscheinlich rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört“, erklärten die Wissenschafter Corey Scher und Jamon Van Den Hoek von der Oregon State University auf Grundlage von Satellitendaten vom 25. Juni – dem Tag nach den Beben. Es handle sich um eine vorläufige, schnelle Einschätzung, betonten die Wissenschafter. Die Zahl sei lediglich ein Anhaltspunkt und nicht vor Ort überprüft worden. Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, hatte am Montag mitgeteilt, dass 855 Gebäude zerstört worden seien. 189 seien „komplett eingestürzt“.

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