Tote in Jugendhilfe

Mutmaßlicher Killer soll Baby geschüttelt haben

Ausland
30.06.2026 14:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im deutschen Stade hat ein Mann am Montag sechs Menschen in einem Mutter-Kind-Heim erschossen. Grund für die brutale Tat soll ein Streit um das Sorgerecht für ein drei Monate altes Baby gewesen sein. Jetzt gibt es neue Details in dem Fall: Medien berichten, der Vater soll sein Kind geschüttelt haben.

Es gibt neue Informationen zu dem mutmaßlichen Täter von Stade, durch dessen Schüsse am Montag sechs Menschen getötet wurden. Wie die „Krone“ berichtete, soll es sich bei dem Mann um einen 45-jährigen türkischen Staatsbürger handeln.

Vater soll Kind geschüttelt haben
Laut Informationen, die dem „Spiegel“ vorliegen, soll der Vater sein drei Monate altes Baby geschüttelt haben. Ein Arzt habe die Verletzungen festgestellt. Die Mutter des Kindes (34) soll zu dem Zeitpunkt bereits von dem Mann getrennt gewesen sein. Demnach gibt es auch zwei Gerichtsentscheide im Sorgerechtsstreit um das Baby, der wohl der Auslöser für die grausame Tat war. Mehr Details dazu sind bislang nicht bekannt.

Identifizierung der Opfer dauert an
Der Mann feuerte am Montag Schüsse in einer Jugendeinrichtung ab. Sechs Menschen – vier Frauen und zwei Männer – kamen durch die Tat ums Leben. Fünf der Opfer starben noch am Tatort, eine Person erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus. Alle der sechs Todesopfer seien Mitarbeiter der Einrichtung oder des Jugendamtes gewesen, wie es in einer Pressekonferenz am Montagabend hieß.

Derzeit arbeiten Behörden daran, die Opfer zu identifizieren. Auch die Straße, in der sich die Bluttat ereignete, bleibe am Dienstag noch gesperrt, wie die Polizei Stade mitteilte.

Merz teilt sein Mitgefühl
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach den tödlichen Schüssen sein Mitgefühl ausgedrückt. „Die Nachricht aus Stade erschüttert bis ins Mark“, schrieb der CDU-Politiker auf X. Viele Menschen, „die helfen und schützen wollten“, hätten ihr Leben verloren oder seien verletzt worden.

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