Der heimische Außenhandel ist tief ins Minus gerutscht: Im internationalen Warenaustausch bilanzierte Österreich 2025 mit einem massiven Defizit von 7,1 Milliarden Euro. Im Jahr davor war noch ein Überschuss von 2,2 Milliarden Euro erzielt worden.
Der Wert der Warenexporte verringerte sich gegenüber 2024 um 0,7 Prozent auf 189,8 Mrd. Euro. Die Importe legten um 4,2 Prozent auf 196,9 Mrd. Euro zu, wie erste Daten der Statistik Austria zeigen. Das abgelaufene Jahr sei „von globalen Unsicherheiten im internationalen Handel geprägt“ gewesen.
Mehr Importe aus China, weniger Exporte in die USA
Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren vor allem das gestiegene Handelsbilanzdefizit mit China infolge deutlich höherer Importe sowie der Rückgang des Handelsbilanzaktivums mit den USA aufgrund der um mehr als ein Fünftel gesunkenen Exporte“, erklärte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk.
Das größte Loch in die Handelsbilanz Österreichs riss China mit einem Passivum von 12,6 Mrd. Euro, gefolgt von Deutschland mit 7,2 Mrd. Euro. Am positivsten war die Bilanz mit den USA mit einem Überschuss von über 5 Mrd. Euro. Dahinter rangierten das Vereinigte Königreich mit 2,9 Mrd. Euro und Ungarn mit knapp 2,2 Mrd. Euro.
Warenaustausch mit USA und Russland deutlich gesunken
Dabei hat sich der Außenhandel mit den Vereinigten Staaten deutlich eingebremst. Die heimischen Ausfuhren in den zweitwichtigsten Exportmarkt (hinter Deutschland) brachen gegenüber dem Jahr davor um mehr als ein Fünftel (21,2 Prozent) auf 12,8 Mrd. Euro ein. Gleichzeitig stagnierte der Wert der Importe aus den USA – hauptsächlich chemische Erzeugnisse – bei 7,7 Mrd. Euro (plus 0,2 Prozent)
Bei der Untergruppe Gas ging der Einfuhrwert aus den USA den Statistikern zufolge um knapp ein Drittel (32,6 Prozent) nach unten, die importierte Menge sank um fast 38 Prozent. Österreich beliefert das Land vor allem mit Maschinen und Fahrzeugen (Exportanteil: gut 52 Prozent) – allerdings gingen die Ausfuhren hier um über 12 Prozent auf rund 6,7 Mrd. Euro zurück. Bei den ebenfalls wichtigen chemischen Erzeugnissen gab es sogar einen Exporteinbruch um mehr als 47 Prozent auf rund 2,7 Mrd. Euro.
Russland rutschte als Handelspartner 2025 gegenüber dem Jahr davor bei den Importen mit einem marginalen Anteil von nur noch 0,03 Prozent von Platz 18 auf Rang 75 ab. Der Handel mit Brennstoffen und Energie spielte laut Statistik Austria kaum mehr eine Rolle und brach um 99,8 Prozent auf 0,004 Mrd. Euro beinahe vollständig ein. Somit seien die Importe aus diesem Land im Vergleich zu 2024 um 97,3 Prozent beinahe komplett zurückgegangen. Die Exportwerte verringerten sich um nur 8,3 Prozent. Lediglich 0,5 Prozent der heimischen Ausfuhren gingen nach Russland, somit war das Land an 29. Stelle der Exportpartner.
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