Mehr als 22.000 Euro

FPÖ hat die meisten Topverdiener im Nationalrat

Innenpolitik
30.06.2026 12:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

14 Nationalratsabgeordnete verdienen zusätzlich zu ihrem Gehalt noch mehr als 12.000 Euro pro Monat dazu. Damit kommen sie auf mehr als 22.000 Euro, wie aus einer aktuellen Liste des Parlaments hervorgeht. Die meisten Spitzenverdiener hat demnach die FPÖ.

Auf dem ersten Platz landet wie schon in den Vorjahren Axel Kassegger (FPÖ) mit insgesamt neun bezahlten außerparlamentarischen Funktionen. Auf dem zweiten Platz liegt Andreas Minnich (ÖVP) mit sieben bezahlten Nebenjobs. Die lukrativsten Tätigkeiten haben die beiden blauen Generalsekretäre Christian Hafenecker und Michael Schnedlitz, Klubdirektor Norbert Nemeth, die Notare Harald Stefan und Volker Reifenberger, der Rechtsanwalt Christian Ragger, der Apotheker Gerhard Kaniak sowie die Unternehmer beziehungsweise Manager Maximilian Weinzierl und Arnold Schiefer. Damit hat die FPÖ die meisten Spitzenverdiener im Nationalrat.

So sieht es bei anderen Parteien aus
Insgesamt haben 14 der 183 Abgeordneten ein Einkommen von mehr als 22.000 Euro monatlich, wie eine APA-Auswertung der Transparenzdaten des Parlaments zeigt. Demnach ist der einzige Topverdiener der SPÖ der Gewerkschafter Franz Jantscher. Bei der ÖVP und den NEOS fallen je zwei Personen in diese Kategorie: Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger, der Genossenschaftsverbands-Vorsitzende und Unternehmer Peter Haubner (beide ÖVP), der Banker Christoph Pramhofer sowie die Managerin Karin Doppelbauer (beide NEOS). Doppelbauer ist die einzige Frau.

So viele Spitzenverdiener haben die einzelnen Parteien im Nationalrat:

Die Infografik zeigt die Anzahl der Nationalratsabgeordneten in Österreich mit einem monatlichen Einkommen von über 12.000 Euro neben dem Nationalratsgehalt, Stand Juni 2026. Die FPÖ hat mit 9 Abgeordneten die meisten Spitzenverdiener, gefolgt von ÖVP und NEOS mit jeweils 2 sowie der SPÖ mit 1 Abgeordneten. Quelle: Parlament/APA.

Auch in der zweithöchsten Kategorie sind nur vier Frauen von insgesamt 26 Abgeordneten. Diese verdienen monatlich zwischen 8.001 und 12.000 Euro dazu. In dieser Kategorie sind vor allem Abgeordnete (jeweils neun) der ÖVP und SPÖ. Bei FPÖ und NEOS sind es je zwei Personen. Am wenigsten verdienen die Grünen laut der Auswertung dazu: Niemand im Klub erhält mehr als 4000 Euro monatlich zusätzlich. Die Hälfte der Abgeordneten der Oppositionspartei hat überhaupt kein Nebeneinkommen.

Diese Nebenjobs haben die Politiker
Bei der Art der Jobs zeigt sich ein breites Spektrum: 57 Politikerinnen und Politiker sind auch in der Kommunalpolitik tätig, 26 führen Unternehmen, 16 sind in der Landwirtschaft beschäftigt, andere arbeiten für Parteien oder parteinahe Organisationen (17) oder im öffentlichen Dienst (21). Viele Abgeordnete sind zudem ehrenamtlich aktiv, hier sind die ÖVP-Abgeordnete Elisabeth Scheucher-Pichler sowie Katrin Auer (SPÖ) am engagiertesten.

Die Abgeordneten im Nationalrat sind verpflichtet, die Höhe ihrer Nebeneinkünfte zu melden. Am heutigen Dienstag endete die Frist. Nach dem Bekanntwerden der Zahlen kritisierten sowohl ÖVP als auch SPÖ prompt die Freiheitlichen. „Im Parlament blockieren, draußen kassieren – das ist der wahre blaue Leistungsgedanke der FPÖ“, sagte SPÖ-Vizeklubchefin Julia Herr. Die Freiheitlichen seien „unehrlich und scheinheilig“, befand ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung