Nach den jüngsten Vorwürfen von Tierschützern gegen einen Vorarlberger Landwirtschaftsbetrieb steht die Nutztierhaltung wieder in der Kritik. Im „Krone“-Interview spricht die Schlinser Großtierärztin Gaby Cepicka über die Aussagekraft von Stall-Fotos, die Realität des Kontrollsystems und den enormen Druck auf die Landwirte.
„Krone“: Vor rund drei Wochen hat der Verein gegen Tierfabriken einen Fall publik gemacht, bei dem Rinder knöcheltief im eigenen Kot standen. Was sagen Sie zu diesem Fall?
Gaby Cepicka: Zunächst einmal muss man festhalten: Schmutz und Verunreinigungen sind immer eine Momentaufnahme. Bei Fotos bin ich generell skeptisch, weil sie auch manipulativ eingesetzt werden können. Ich bin überzeugt: Selbst in einem Vorzeigebetrieb wird sich eine unvorteilhafte Ecke finden. Da ich die genauen Zustände in dem besagten Betrieb nicht kenne, werde ich mich dazu nicht im Detail äußern – ich möchte den Landwirt weder verurteilen noch verteidigen.
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