„Tor-Trio“ ist weg

Aufsteiger Austria muss gleich 27 Tore „ersetzen“

Fußball National
04.07.2026 06:55

Mit insgesamt 23 Treffern waren Jack Lahne (9 Tore), Mame Wade (7) und Amine Bouchenna (7) maßgeblich am Aufstieg der Lustenauer beteiligt. Hinzu kamen noch sieben Assists. Doch das Trio wird in der Bundesliga nicht mehr dabei sein.

Wandervogel Lahne, der mit 24 Jahren bereits bei zehn verschiedenen Vereinen spielte, sucht sich im Ausland eine neue Herausforderung, nachdem die Austria im April die Option nicht gezogen hatte. Wade wechselt in die erste belgische Liga zu La Louviere, wobei die Lustenauer kolportierte 500.000 Euro Ablöse kassierten. Bouchenna wiederum wird wohl bei Clermont bleiben, nachdem die Kooperation aufgelöst wurde.

Wer macht den Job?
Wer soll also in der Bundesliga die Tore für die Austria machen? Die zwei Treffer im Testspiel gegen Wil erzielten Haris Ismailbecogliu und Seydou Diarra, die neben Mehlih Akubulut bisher die auffälligsten Akteure in der Offensive waren. Neuerwerbung Albin Gashi muss noch ins Team finden und Mittelstürmer Lenn Jastremski hat bereits in der Zweiten Liga die Erwartungen als Goalgetter nicht erfüllt. Ob es da eine Klasse höher besser klappt?

Klare Prioritätenliste
Der aktuellste Neuzugang Precious Benjamin ist nach einem – im Trainerlager in Lech erlittenen – Schlag gegen das Knie verletzt und wird auch am Samstag (17) im Doppeltest gegen Vaduz und FC St. Gallen (gespielt wird jeweils eine Halbzeit) in Trübbach fehlen. Sportdirektor Dieter Alge bekräftigt, dass ein zusätzlicher Stürmer – neben einem rechten Verteidiger – auf der Prioritätenliste ganz oben steht. Unklar ist, ob man den Abgang von Wade ersetzt. Alge sieht dafür keine Dringlichkeit. „Wir sind im zentralen Mittelfeld sehr gut aufgestellt. Mit Pius Gabher und Dion Kacuri bzw. mit Lord Afrifa und Sasha Delaye ist die Sechser- bzw. Achterposition doppelt besetzt.“

Das System ist klar
Vom System her will die Austria in der Bundesliga vorwiegend in einem 4-1-4-1 bzw. 4-3-3 agieren und nicht mit einem „klassischen Zehner“. In den weiteren Testspielen sollen die Systeme verinnerlicht werden bzw. Aufschlüsse geben, woran es im Kader noch fehlt. 

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