Als Innenverteidiger war Georg Margreitter jahrelang eine fixe Größe bei namhaften Klubs wie Austria Wien, Nürnberg oder FC Kopenhagen. Auch mit dem rauen englischen Fußball machte der Montafoner bei Wolverhampton Bekanntschaft. Es verwundert also wenig, dass Austria-Lustenau-Trainer Markus Mader von einem Glücksgriff spricht, der mit der Verpflichtung des 37-Jährigen als Individualtrainer gelungen ist.
Beim Bundesliga-Aufsteiger trainiert Margreitter mit den Defensivspielern zweimal pro Woche speziell das Abwehrverhalten. „Ich möchte der Mannschaft weitergeben, was ich mir selbst als Verteidiger über die Jahre angeeignet habe. Es geht um Kompaktheit, Defensivmechanismen, Positionsspiel oder auch darum, wie man in Stresssituationen entsprechend reagiert. Die Arbeit ist sehr detailreich“, gibt der Tschaggunser einen kleinen Einblick in seinen neuen Job, ohne zu viele Geheimnisse preisgeben zu wollen. Dinge, die der Ex-Profi in seiner langen Karriere vielfach selbst erlebt hat.
Mader streut Blumen
Der Jungvater, der nun mit seiner Familie in Feldkirch lebt, kann und will sich sportlich ganz auf diese Aufgabe konzentrieren. Das Ganze in Abstimmung mit Cheftrainer Mader. „Für uns bedeutet Georgs Arbeit einen großen Mehrwert. Seine Expertise hilft uns weiter. Er bricht auch eingefahrene Strukturen auf und sorgt für neue Inputs.“ Denn eines ist gewiss. Im harten Bundesliga-Alltag spielt das Abwehrverhalten eine entscheidende Rolle.
Potenzial, das Führung braucht
Im Abstiegsjahr kassierte Lustenau 58 Gegentreffer. Zu viele, um die Klasse zu halten. Margreitters erste Eindrücke sind aber positiv. Hinter den Routiniers Matthias Maak, Danilo Soares und Fabian Gmeiner müssen junge Verteidiger wie Robin Voisine, Lukas Ibertsberger, Niklas Pertl oder Emmanuel Chukwu ihre nächsten Schritte machen. „Sie haben Potenzial, benötigen aber noch Führung.“
Auszeichnung in der Mehrerau
Sachlich klar, in der Praxis denkend und konsequent im Handeln. So legt der international „gestählte“ Ex-Innenverteidiger seine Arbeitsweise an. Da hilft ihm sicherlich auch, dass er selbst einst die Fußball-Akademie durchschritten und das Gymnasium Mehrerau mit Auszeichnung abgeschlossen hat.
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