Hitze-Unfall
Deutscher Bub (7) verbrüht sich mit Gartenschlauch
Die steigenden Temperaturen in Europa werden derzeit zur Belastungsprobe für die Menschen und damit auch für die Rettung und Feuerwehr. Im deutschen Nordrhein-Westfalen hat sich am Freitag ein Kind (7) mit einem heißen Gartenschlauch verbrüht. In Köln rettete die Feuerwehr sieben Menschen aus Dachgeschoßwohnungen.
Was als Spielen in einer Kleingartenanlage in der Stadt Neuss begann, endete für ein siebenjähriges Kind mit schweren Verletzungen im Gesicht. Das Wasser im Gartenschlauch, mit dem das Kind spielte, habe sich durch die extreme Hitze stark aufgeheizt, teilte die Polizei mit. Diese hatte einen Landeplatz für eine Notärztin oder einen Notarzt gesichert. Letztendlich konnte das Kind aber mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Viele würden die Gefahr unterschätzen, hieß es. Vor allem dunkle Schläuche speichern die Sonnenwärme. Zudem reicht es bereits, wenige Sekunden mit zu heißem Wasser in Kontakt gewesen zu sein, um schwere Hautverletzungen zu erleiden.
Lebensgefahr in Dachgeschoßwohnungen
Auch die Feuerwehr ist in Deutschland aktuell im Dauereinsatz. Wie die „Bild“ berichtete, seien am Freitag alleine in Köln sieben Menschen aus Dachgeschoßwohnungen gerettet worden. Alle von ihnen waren bereits in einem lebensbedrohlichen Zustand, ihre Körpertemperatur lag bei über 42 Grad Celsius. Die Feuerwehr Köln sagte, von Angehörigen verständigt worden zu sein. Man habe die Menschen schließlich bewusstlos in ihren Wohnungen gefunden, eine Person musste reanimiert werden. Alle Betroffenen waren am Samstagnachmittag noch in Krankenhäusern.
Hier sehen Sie das Posting der Feuerwehr Köln zu dem Einsatz:
Polizei rückt mit Wasserwerfern an
Die Einsatzkräfte forderten die Bevölkerung auf, auf ihr Umfeld wie Verwandte und Nachbarinnen sowie Nachbarn zu achten. Eine kurze Nachfrage nach dem Befinden könne Leben retten. Bei einer Körpertemperatur von 42 Grad könnten nicht nur ältere, sondern auch junge und gesunde Menschen in Lebensgefahr geraten.
In Deutschland wurde am Freitag ein Hitzerekord mit 41,3 Grad im Saarland gemessen. Am Wochenende soll es Temperaturen von bis zu 42 Grad erreichen. In Berlin ist die Polizei am Samstag mit Wasserwerfern angerückt, um mit Sprühregen für Abkühlung zu sorgen. Zwei Stück seien im Einsatz, um die Passantinnen und Passanten in der Innenstadt zu kühlen, hieß es.
15 Prozent mehr Einsätze in Wien
In Wien hat die Berufsrettung am Samstag bisher 15 Prozent mehr Rettungseinsätze als üblich verzeichnet. Man habe wegen der Wetterprognose bereits gut personell vorgesorgt, sagte ein Sprecher. Auch hier hieß es, dass die hitzebedingten Einsätze nicht nur vulnerable Gruppen betreffen würden. Für Sonntag sind österreichweit hohe Temperaturen mit bis zu 40 Grad im Osten prognostiziert. Damit nähere sich das Land dem Höhepunkt der Hitzewelle, sagten die Meteorologinnen und Meteorologen von Geosphere Austria.









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