Für die bis zu 155 Beschäftigten des Vorarlberger Verpackungskonzerns Alpla in Hard, die heuer ihren Job verlieren, gibt es nun einen Sozialplan. Nach intensiven Gesprächen einigten sich die Gewerkschaft, Betriebsrat und Firmenleitung auf ein Maßnahmenpaket, das soziale Härtefälle abfedern soll.
Der Verpackungshersteller Alpla hatte Ende Mai angekündigt, an seinem Stammsitz in Hard bis zum Jahresende bis zu 155 Arbeitsplätze abzubauen. Als Grund für diese tiefgreifende Maßnahme nannte das Unternehmen die allgemein angespannte Wirtschaftslage sowie deutlich gestiegene Kosten. Diese Entwicklungen würden eine Reduktion des Personals laut Firmenleitung unumgänglich machen.
Sozialplan wurde nun fixiert
Am Mittwoch gab die Gewerkschaft bekannt, dass nach intensiven Verhandlungen eine Einigung über die Modalitäten des Mitarbeiterabbaus erzielt wurde. Gemeinsam mit der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat wurde ein umfassender Sozialplan für alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgearbeitet. Ziel der Gespräche war es, die sozialen und finanziellen Konsequenzen des Stellenabbaus für die Belegschaft abzufedern.
Sicherheit in unsicherer Zeit
Gewerkschaftsgeschäftsführer Marcel Gilly betonte, man habe ein Ergebnis erreicht, das den Betroffenen neue Perspektiven, finanzielle Absicherung und ein Stück Sicherheit in einer herausfordernden Lebensphase biete. Der Plan soll den Gekündigten dabei helfen, sich beruflich neu zu orientieren und die Zeit der Arbeitssuche finanziell zu überbrücken.
Wir haben ein Ergebnis erzielt, das den Betroffenen Perspektiven, finanzielle Absicherung und ein Stück Sicherheit in einer herausfordernden Zeit bietet.
Gewerkschaftsgeschäftsführer Marcel Gilly
Fokus auf besonders schutzbedürftige Gruppen
Ein besonderes Augenmerk des Sozialplans liegt auf der Unterstützung von Personengruppen in schwierigen Lebenslagen. Davon profitieren sollen vor allem Alleinerziehende und Beschäftigte, die pflegebedürftige Angehörige betreuen. Ebenfalls berücksichtigt werden Eltern, deren Kinder den betriebseigenen Alpla-Kindergarten besuchen. Auch ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen gezielte Hilfen erhalten, um den Übergang in einen neuen Job oder in die Pension zu erleichtern.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.