Hitze im Klassenzimmer

Grüne fordern Hitzeschutz für Vorarlbergs Schulen

Vorarlberg
24.06.2026 13:20
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die anhaltende Hitzewelle sorgt in Vorarlbergs Bildungseinrichtungen für rauchende Köpfe. Weil in vielen Klassen- und Gruppenräumen die 30-Grad-Marke längst überschritten ist, fordert der grüne Klubobmann Daniel Zadra nun rasche Maßnahmen von der schwarz-blauen Landesregierung.

„Lernen und Lehren in Klassenräumen über 30 Grad ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit“, meint der Grüne Klubobmann Daniel Zadra. Dass sommerliche Überhitzung kein reines Komfortproblem sei, zeige ein Blick auf die Gesundheit. Dauerhafte Hochtemperaturen führen bei Kindern und Betreuenden gleichermaßen zur Erschöpfung, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen, wodurch an konzentriertes Arbeiten kaum zu denken ist. Besonders Kleinkinder in Krippen und Kindergärten gelten als sogenannte vulnerable Gruppe, die extrem unter der Hitze leidet.

Keine hitzefreien Schultage
Das Problem ist oft hausgemacht, da viele Bildungsgebäude aus Jahrzehnten stammen, in denen die Auswirkungen der Klimaerhitzung bei der Bauplanung noch keine Rolle spielten. Die Folge sind Räume, die sich unaufhaltsam aufheizen. Während in anderen europäischen Ländern bereits über hitzefreie Schultage nachgedacht wird, sieht Zadra darin nur das allerletzte Mittel. Vorrang müsse stattdessen die Anpassung der Infrastruktur haben.

Am Mittwoch hat Daniel Zadra eine parlamentarische Anfrage an die zuständigen Landesrätinnen Barbara Schöbi-Fink (Bildung) und Martina Rüscher (Gesundheit) eingebracht. Der Grünen-Chef will darin unter anderem wissen, ob dem Land überhaupt ein Überblick über die aktuelle Hitzesituation an den Schulen vorliegt und welche konkreten Hitzeschutzpläne existieren.

Förderungen bei Maßnahmen gegen Hitze
Zudem fordern die Grünen gezielte finanzielle Unterstützung für die Gemeinden und Einrichtungen. Konkret verlangt die Partei wirksame Förderungen für bauliche Beschattungen wie Jalousien, großflächige Begrünungen von Fassaden und Dächern sowie hitzetaugliche Außenräume mit ausreichend Schattenplätzen. Für extreme Ausnahmefälle müssten zudem auch Klimageräte finanziert werden. Es liege in der Verantwortung der Landesregierung, die Bildungsstätten besser vor sommerlicher Überhitzung zu schützen.

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