Ländle-Unternehmen

Verpackungsspezialist Alpla baut Stellen ab

Vorarlberg
12.04.2026 14:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Das Vorarlberger Unternehmen Alpla baut Stellen ab – und zwar in der Niederlassung in Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich. Bis zu 50 Mitarbeitende sind von der Maßnahme betroffen.  

Der weltweit tätige Vorarlberger Verpackungsspezialist Alpla baut in seinem Produktionswerk in Waidhofen an der Thaya bis zu 50 Arbeitsplätze ab. Teile der Produktion werden ins ungarische Tatabánya verlegt. Die 120 Mitarbeitenden in Waidhofen seien am Donnerstagnachmittag informiert worden, hieß es. Ein Grund für die Verlagerung seien die hohen Personal- und Energiekosten in Österreich.

Wie Global Marketing Director Dominic Fiel erklärte, werden die arbeitsintensiven Bereiche der Spritzgussproduktion nach Tatabánya verschoben. Der Transfer von sieben Maschinen erfolge ab Juni 2026 und soll bis Oktober abgeschlossen sein. Bestehende Kunden werden ab dann von Ungarn aus versorgt. Das Werk in Niederösterreich werde sich zukünftig auf komplexe und hochautomatisierte Fertigungsprozesse im Spritzguss-Bereich konzentrieren. Der Standort in Waidhofen habe sich in den vergangenen zehn Jahren ständig und deutlich rückläufig entwickelt, so Alpla. Das zentrale Ziel der Restrukturierung und Neuausrichtung sei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Werks am europäischen Spritzgussmarkt.

Alpla mit Sitz in Hard am Bodensee beschäftigt weltweit über 25.000 Mitarbeitende, davon 1370 in Vorarlberg. Es werden mehr als 200 Standorte in 45 Ländern betrieben. 2025 wurde ein Umsatz in Höhe von 5,2 Milliarden Euro (plus 6,1 Prozent) erzielt.

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