Sorgen um Jamal Musiala! Der Bayern-München-Profi ist am Dienstag erneut zusammengebrochen. Der Grund: eine „neurologische Dysfunktion“. Doch wie steht es nun um seine Karriere? Ein Arzt klärt auf …
Mit seinem Zusammenbruch beim 4:2-Testsieg bei Heidenheim hat Jamal Musiala am Dienstag für einen Schreckmoment gesorgt. Innerhalb weniger Tage war der Bayern-München-Star zweimal auf dem Spielfeld kollabiert. Kurz darauf gab er zumindest leichte Entwarnung gegeben. „Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut“, teilte der 23-Jährige in den sozialen Medien mit.
Und er ergänzte: „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind.“
„Fußball spielen könnte er weiterhin“
Ist nun seine Karriere in Gefahr? „Aus neurologischer Sicht handelt es sich unter Umständen um einen epileptischen Anfall. Es könnte eine sogenannte Absence-Epilepsie sein, dafür sprechen die Symptome wie kurzzeitige Abwesenheit. Dazu müsste man aber alle neurologischen Untersuchungsbefunde kennen. Das ist gut behandelbar, würde aber eine dauerhafte Therapie erfordern“, meint Neurologe Prof. Christoph Kleinschnitz, Chef der Neurologie der Uniklinik Essen, gegenüber der „Bild“. Positiver Nachsatz: „Fußball spielen könnte Musiala weiterhin.“
Absencen sind eine Form epileptischer Anfälle und treten nach Angaben der amerikanischen Epilepsy Foundation besonders häufig bei Kindern im Alter von 4 bis 14 Jahren auf, können aber auch bei Jugendlichen oder Erwachsenen vorkommen. Gerade bei Kindern werden kurze Absencen, die üblicherweise nur wenige Sekunden dauern, mit Tagträumen und Unaufmerksamkeit verwechselt und von Außenstehenden gar nicht als Symptom eines gesundheitlichen Problems bemerkt.
Während einer typischen Absence ist die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit vorübergehend beeinträchtigt. Betroffene reagieren in der Regel nicht oder kaum auf ihre Umgebung und auf Ansprache. Dabei kann es vorkommen, dass die Augen nach oben rollen. Sobald eine typische Absence vorüber ist, kann eine betroffene Person ihre vorherige Tätigkeit schon nach kurzer Zeit wieder fortsetzen – in der Regel bleibt nur eine kurze Erinnerungslücke. Daneben gibt es sogenannte atypische Absencen, die länger dauern und bei denen Beginn und Ende weniger abrupt sein können. Auch automatische Bewegungen, etwa von Fingern, Händen oder Mund, können auftreten.
Aktuell Teil des Alltags
Musiala war bereits beim Test gegen RB Leipzig (3:1) am vergangenen Samstag zusammengesackt und vom medizinischen Personal auf dem Rasen behandelt worden. Am Dienstag verließ er erneut benommen das Feld – nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung. Für ihn seien solche Momente aktuell Teil des Alltags, erklärte Musiala.
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