Brutale Schlägerei, zwei Verletzte – doch die Täter bleiben weiter unbekannt. Nach dem Freispruch des zweiten Verdächtigen ist die Attacke vor einem Innsbrucker Lokal aus dem Jahr 2013 endgültig zum Justizkrimi geworden.
Der Vorfall ereignete sich bereits im Jahr 2013: Zwei Männer gingen vor einem Lokal in Innsbruck auf brutalste Weise gegen zwei Gäste vor. Ein Opfer erlitt dabei durch Faustschläge unter anderem einen doppelten Kieferbruch, einen Augenhöhlenbruch und einen Bruch des Jochbeins.
Ein paar Monate später wurde ein Tatverdächtiger freigesprochen. Jetzt – 13 Jahre später – folgte am Landesgericht Innsbruck der zweite Freispruch.
„Nie ins Nachtleben eingetaucht“
Über viele Umwege und langwierige Ermittlungsarbeiten war man zuvor auf einen Kanadier (41) gekommen, der den ersten Tatverdächtigen zumindest kannte. „Ich war lediglich mit meiner damaligen Frau bei ihrer Oma in Tirol zu Besuch“, wehrte sich der Angeklagte gegen die Vorwürfe. Ins Innsbrucker Nachtleben sei er zu keinem Zeitpunkt eingetaucht. Auch das Lokal, vor dem die Schlägerei stattfand, kenne er nicht.
Niemand erinnerte sich an Angeklagten
Eine Aussage, die auch die Zeugen bei der Verhandlung nicht widerlegen konnten. Weder die damaligen Opfer der Schlägerei noch Beobachter oder der Lokalbetreiber konnte sich an den Kanadier erinnern.
Strafantrag zurückgezogen
Schließlich zog sogar der Staatsanwalt den Strafantrag zurück. „Ich bin überzeugt, dass das so für einen Schuldspruch nicht reicht“, argumentierte er diesen ungewöhnlichen Schritt.
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