Die Leichathletik-WM ist geschlagen, für Sprint-Ass Christania Williams liefen die Bewerbe nicht ganz nach Wunsch. Bei der 31-Jährigen überwiegt der Stolz über ihre erste Teilnahme für Österreich, sie überlegt die Bob-Bewerbe als Anschieberin im Winter auszulassen...
Exakt acht Jahre ist es her, dass Lauf-Ass Christania Williams (Union St. Pölten) auf der größten Leichtathletik-Bühne an den Start ging, bei den Commonwealth Games Silber holte. Damals noch für ihr Geburtsland Jamaika. Bei der Europameisterschaft in Birmingham war es dann letzte Woche wieder so weit, die 31-Jährige nahm den 100-Meter-Sprint in Einzel und Staffel in Angriff – diesmal unter der rot-weiß-roten Flagge.
„So schließt sich der Kreis!“
„Extrem cool, wieder zurück zu sein und Österreich zu vertreten“, überwog bei der eingebürgerten Sprinterin trotz enttäuschender Leistung bei ihrem EM-Debüt der Stolz. Im Einzel verpasste sie als Elfte die Top-10, in der Staffel schrammte das Team als Neunter nur knapp am Finale vorbei. „Gerade sowas ist richtig ärgerlich, weil es eben so haarscharf war“, knirscht die gebürtige Jamaikanerin. Die ein absolutes Deja-vu erlebte, mit 11,21 Sekunden exakt dieselbe Zeit wie bei ihrem letzten großen Auftritt 2018 lief. „Richtig witzig, so schließt sich der Kreis!“
Dass sie im Winter wieder als Bob-Anschieberin im Zweier mit Katrin Beierl an den Start gehen wird, hält sie für unwahrscheinlich. „Die letzten eineinhalb Jahre waren mit den Winterspielen sehr turbulent. Da es im Sprint gerade so gut läuft, überlege ich, mich vorerst nur darauf zu fokussieren. Und eine Pause würde mir ohenhin guttun.“
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