Das Kultcafé zeigt nach der Neuübernahme, wie es gelingt, die Geschichte sanft in die Gegenwart und Zukunft zu holen. Mit einer erfolgreichen Wiedereröffnung. Ab sofort kann in der Stallburggasse 2 wieder täglich Kaffee und Co. genossen werden.
Wenn der Bräunerhof nach knapp einem Jahr wieder öffnet, lässt sich die Wiener Prominenz nicht lange bitten. Bürgermeister Michael Ludwig ließ die erste Melange hinunter, den sich auch sein Vorgänger Michael Häupl (beide SPÖ) schmecken ließ. Ebenfalls vor Ort: Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), Dompfarrer Toni Faber, Elisabeth Gürtler und viele mehr.
Zuschlag für Gastroprofis
Nachdem das Traditionscafé im Vorjahr in die Insolvenz gerutscht war, bewarben sich zahlreiche Gastrogrößen für die Übernahme. Den Zuschlag bekamen schließlich Peter Friese (Zum Schwarzen Kameel) und die Familie Plachutta, die die Geschichte der Institution in die Neuzeit bringen.
„Normalerweise bin ich nervös, aber bei diesem Projekt nicht“, sagt Friese. Mario Plachutta stimmt ihm zu: „Wir haben Respekt vor der Aufgabe, aber sind sicher, der Bräunerhof wird funktionieren.“ Die beiden verbindet seit Jahren eine tiefe Freundschaft. Federführend im Bräunerhof ist aber Sohn Christoph Plachutta.
Melange und Ube Latte
Der Bräunerhof erstrahlt nun in neuem Glanz und zeigt, dass Vergangenheit mit der Gegenwart gut zu verbinden ist: Stühle und Tische wurden neu aufbereitet, ebenso die Lampen. Neben der klassischen Melange gibt es Ube Latte, neben Schnitzel allerhand Vegetarisches. Öffnungszeiten täglich von 8 bis 22.30 Uhr – und man kann mit Karte zahlen.
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