Mit den Plänen für ein Abschiebelager außerhalb der EU wird es, wie berichtet, ernst. Eine Gruppe von europäischen Ländern, der auch Österreich angehört, hat mit mehreren afrikanischen und asiatischen Staaten intensive Gespräche geführt. Der „Krone“ wurde nun ein brisantes Foto zugespielt.
Zuletzt verdichteten sich Spekulationen, dass das erste Abschiebelager der EU in Uganda erreichtet werden könnte. Die Anlage könnte nach bisherigen Planungen bis 2027 ihren Betrieb aufnehmen und zunächst als Pilotprojekt dienen, schreibt die griechische Zeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf diplomatische Quellen.
Bis zu 10.000 Migranten sollen im Lager Platz haben
In dem Lager könnten bis zu 10.000 Migranten untergebracht werden, deren Asylanträge in EU-Staaten bereits abgelehnt wurden. Ziel wäre es, die Rückkehr in die Herkunftsländer zu organisieren. Die Überlegungen gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass ein Teil der Betroffenen eine freiwillige Rückkehr in die Heimat einem längeren Aufenthalt in Uganda vorziehen könnte. Wie genau die Rückführungen organisiert und welche rechtlichen Bedingungen dafür gelten würden, ist Gegenstand der Verhandlungen.
Zusammentreffen beim Supercup-Finale
Der „Krone“ wurde nun ein brisantes Foto zugespielt, das die Spekulationen neu anheizen könnte. Nicht in Uganda, sondern in Ruanda könnte das erste Abschiebezentrum gebaut werden. Innenminister Gerhard Karner traf diesen Mittwoch mit dem Präsidenten von Ruanda, Paul Kagame, beim UEFA-Supercup-Finale Paris Saint-Germain gegen Aston Villa in Salzburg zusammen.
Wie das kam? Ruanda ist der Hauptsponsor von Aston Villa. Worüber die zwei Politiker gesprochen haben, wurde auf Anfrage nicht kommentiert. Fußball wird wohl nicht das einzige Thema gewesen sein. Das Ergebnis des Matches dürfte dem Gast aus Ruanda allerdings weniger gefallen haben. Den Titel holte sich nämlich Paris Saint-Germain.
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