Versorgungssicherheit hat ihren Preis: Rund eine Viertelmilliarde Euro kostet die Sicherung der strategischen Gasreserve bis 2029. Bisher war der „Puffer“ nur bis April 2027 gesichert, im kommenden Doppelbudget steht nun aber wieder Geld zur Verfügung.
Österreich soll „vor Folgen internationaler Verwerfungen auf den Energiemärkten geschützt werden“, so Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer. 2027 schlägt das mit 114 Millionen Euro zu Buche, 2028 mit 120 Millionen Euro und 2029 (bis April) mit 30 Millionen Euro.
Die strategische Gasreserve beträgt 20 Terrawattstunden, das entspricht etwa zwei kalten Wintermonaten. Das Kriseninstrument wurde 2022 eingerichtet, als Reaktion auf die Verwerfungen wegen des Ukraine-Kriegs. Die Kosten betreffen die Speicherung des Erdgases.
Ausreichende Mengen auch in der Krise
Die Reserve reduziert die Abhängigkeit von kurzfristigen Marktverwerfungen und sichert, dass Österreich auch in der Krise über ausreichende Gasmengen verfügt. Sowohl private Haushalte als auch die Industrie sollen so abgesichert werden. Im Notfall gibt es eine Vorgangsweise der Regierung, wer welche Gasmengen erhält, je nach Eskalationsstufe.
Der Gaspreis ist zuletzt wegen des Iran-Kriegs ebenfalls gestiegen. Mengen werden knapper, bei Flüssiggas hat Europa mittlerweile eine deutliche Abhängigkeit von den USA erreicht.
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