„Krone“ vor Ort

Amokfahrt in Berlin: „Stadt ist wie ausgestorben“

Ausland
26.07.2026 01:07

Ein noch unbekannter Amokfahrer ist am Samstagabend beim Christopher Street Day in Berlin in die Menschenmege gerast. Eine Frau ist tot, es gibt zahlreiche Schwerverletzte. „Krone“-Journalist Christoph Engelmaier war unter den Feiernden der Pride-Parade, als die Party nach der blutigen Attacke beendet wurde. „Die Stadt ist jetzt wie ausgestorben“, sagt er.

„Ich realisiere das Ganze erst jetzt wirklich“, schildert Engelmaier wenige Stunden, nachdem die Partyzone rund um die Siegessäule komplett geräumt werden musste. Kurz vor 22 Uhr war ein Fahrer in einem weißen Transporter in die feiernde Menge gefahren. Danach sprang er laut Augenzeugen aus dem Fahrzeug und ging, wie die „Bild“-Zeitung berichtete, mit einer Stichwaffe auf weitere Personen los. Nach dem Mann bzw. weiteren Tatverdächtigen wird noch gefahndet.

Von der Amokfahrt selber bekam der „Krone“-Journalist nichts mit, klarerweise aber von den ununterbrochenen Sirenen, den zahlreichen Einsatzkräften, den kreisenden Helikoptern. „Erst vor Kurzem rief die Polizei zum wiederholten Male dazu auf, dass alle nach Hause gehen sollten“, so Engelmaier.

Noch hätten sie den oder die Geflüchteten nicht gefasst – das Gebiet rund um den Großen Tiergarten solle nun durchsucht werden.

Panik habe es nicht gegeben. „Es lief alles sehr ruhig ab“, schildert er seine Situation. Einige Besucher, mit denen er gesprochen hatte, hätten nicht mitbekommen, was der Grund für den Abbruch der Pride-Party war. Nach Angaben eines dpa-Reporters wurden die Besucher auf der Ostseite des Brandenburger Tors zunächst nicht über die Lage informiert. Viele verfolgten das Geschehen und die Nachrichten allerdings auf dem Handy. 

„Hubschrauber kreisen, ununterbrochen Sirenen“
Die weitere Party sei abgesagt worden – auch der Auftritt von Sarah Connor am Brandenburger Tor musste abgebrochen werden. „Alle gehen heim, es spielt keine Musik mehr“, so Engelmaier, der schilderte, dass alles großräumig abgesperrt worden sei.

Wie es möglich gewesen ist, dass der Transporter in die Menge fahren konnte, ist unklar. Denn bereits im Vorfeld der blutigen Attacke sei alles rund um die Pride mit Pollern und Straßensperren gesichert gewesen.

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