Viele Unternehmen in Österreich sind auf Cyberattacken unzureichend vorbereitet: Zwar haben 75 Prozent von ihnen Maßnahmen gegen Cyberrisiken definiert, doch nur 31 Prozent können diese bis zum Inkrafttreten des neuen Cybersicherheitsgesetzes am 1. Oktober 2026 noch umsetzen. Das zeigt eine Umfrage des KSV1870 unter 1100 Unternehmen.
Das Gesetz, mit dem die EU-Richtlinie „NIS-2“ umgesetzt wird, soll systemrelevante Institutionen und Unternehmen – darunter etwa Energieversorger und Lebensmittelhandel – auf potenzielle Cyberattacken vorbereiten. Ab 1. Oktober müssen betroffene Betriebe sowie deren Lieferanten einen Nachweis über entsprechende Sicherheitsmaßnahmen gegen Cyberattacken vorlegen. Laut KSV sind 17 Prozent aller heimischen Firmen von dem Gesetz betroffen.
Säumigkeit bei Umsetzung könnte Umsätze belasten
Gibt es keinen Nachweis, kann das laut KSV Umsatzeinbußen zur Folge haben, da dann der gesetzliche Rahmen für Geschäftsbeziehungen zwischen Betrieb und Lieferant nicht mehr zur Gänze gegeben ist.
„Angesichts der zahlreichen aktuellen Risiken ist es unverständlich, dass viele Betriebe an der Umsetzung scheitern und damit ihre wirtschaftliche Stabilität aufs Spiel setzen“, sagte KSV-CEO Ricardo-José Vybiral. „Gerade dort, wo es die Unternehmen selbst in der Hand haben, Risiken zu senken, sollten sie anpacken und nicht zögern.“
Zur Unterstützung für jene Unternehmen, die ihre Pläne noch nicht umgesetzt haben, bietet der KSV über seine Tochter Nimbusec ein Cyberrisiko-Rating an. Das Rating bewertet anhand von 25 Fragen Cyberrisiken von Dienstleistern, Lieferanten und Dritten.
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