Pädophilie-Vorladung

Falscher Polizeichef will seine Opfer ausplündern

Oberösterreich
12.05.2026 08:00

Betrüger bombardieren gerade Oberösterreicher mit „Vorladungen“ wegen Pädophilie. Dabei wird vor allem Andreas Pilsls Amt als Landespolizeichef von den Betrügern für ihre Zwecke missbraucht. Der Fake ist aber schnell und relativ leicht zu entlarven.

„Wurde unser Chef ausgetauscht?“ Auch polizeiintern sorgt ein Schreiben der „Landespolizeidirektion Oberösterreich“ für Gesprächsstoff – wird als Absender doch der Landespolizeidirektor angeführt, allerdings stimmt der Name nicht ganz. Nur der Vorname ist richtig: Statt Andreas Pilsl wird nämlich Andreas Holzer angeführt, eigentlich Direktor des Bundeskriminalamts.

Auch mit U-Haft wird gedroht
Angeschriebene Personen sollen sich melden, weil sie verdächtig sind, kinderpornografisches Material zu besitzen. Sogar mit Untersuchungshaft wird gedroht, falls man sich nicht meldet. Die Idee der Betrüger ist perfider, als man denken würde. Denn sie setzen Opfer, die sich eventuell wegen schlechten Gewissens und aus Angst melden, nicht damit unter Druck, dass sie zahlen sollen, um der Strafe zu entgehen.

Zitat Icon

Es gibt auch bei diesen Schreiben immer nur eine richtige Art, darauf zu reagieren: löschen, löschen, löschen. Nie darauf reagieren!

Gerald Sakoparnig, Betrugsermittler

„Sicheres Polizeikonto“ zum Zwischenbunkern
Sondern sie geben an, dass es auch eine Namensverwechslung sein könnte, aber die Gefahr besteht, dass das Konto des fälschlich ins Visier geraten Namensvetters nun gesperrt wird. „Daher soll man die eigenen Kontodaten übermitteln, damit ein Abgleich der Daten erfolgen kann“, kennt Gerald Sakoparnig, Chef der Betrugsgruppe beim Landeskriminalamt OÖ den Trick. Oder: Die Gauner bieten den Opfern an, ihr Geld auf einem „sicheren Polizeikonto“ zwischenzubunkern – auf diese haben die Verbrecher aber natürlich selbst Zugang und räumen es ab.

Dieses Schreiben kursiert aktuell.
Dieses Schreiben kursiert aktuell.(Bild: Screenshot)

Dass die Namen der angeblichen Absender in den Mails falsch sind, erklären die Ermittler damit, dass die Betrüger – die Absendeadressen sind beispielsweise oft aus Spanien – die Schreiben von einer künstlichen Intelligenz verfassen lassen.

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