Luxusbauten in Kiew

Geldwäsche-Verdacht gegen Selenskyjs Ex-Bürochef

Außenpolitik
12.05.2026 08:14

Ukrainische Korruptionsjäger verdächtigen Andrij Jermak der Geldwäsche. Die ehemals rechte Hand von Präsident Wolodymyr Selenskyj soll einer organisierten Gruppe angehören, die bei einem Luxusbauprojekt in der Nähe von Kiew Geldwäsche im großen Stil betrieb.

Die Mitglieder der mutmaßlichen kriminellen Vereinigung sollen insgesamt 460 Millionen Hrywnja (fast neun Mio. Euro) gewaschen haben, teilten die Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) mit. Laut den Ermittlern flossen staatliche Gelder, unter anderem vom Energiebetreiber Energoatom, in die Luxusimmobilien. Das Geld war eigentlich für Schutzbauten bei Energieanlagen gegen russische Luftangriffe bestimmt.

„Ich habe keine Häuser“
Jermak wollte zunächst nichts zu den Vorwürfen sagen. „Wenn die Ermittlungen zu Ende sind, werde ich sie kommentieren. Ich habe keine Häuser, ich habe nur eine Wohnung und ein Auto, das sie gesehen haben“, erklärte er am Montagabend in Kiew gegenüber der „Ukrajinska Prawda“.

Die jetzigen Vorwürfe sind Teil der sogenannten Midas-Affäre, dem größten ukrainischen Korruptionsskandal, der vergangenes Jahr den Staatskonzern Energoatom erschütterte. 

Rücktritt Ende 2025
Nach Durchsuchungen in seiner Wohnung dazu war Jermak Ende November 2025 zurückgetreten. Er war ein langjähriger Vertrauter von Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, leitete seit 2020 dessen Büro und galt als zweitwichtigster Mann in der Ukraine. Selenskyj selbst hat sich zu dem Skandal bisher nicht direkt geäußert.

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