Aus Tirols Wirtschaft

Verständnis und auch Sorge wegen der Brenner-Demo

Tirol
12.05.2026 08:00

Vertreter aus der Tiroler Wirtschaft melden sich zum Aktionstag auf der Brennerautobahn A13 am 30. Mai zu Wort. Zwar gibt es Verständnis für die Demonstration, diese bringe aber auch einige Herausforderungen mit sich. Auch die Tage danach bereiten Kopfzerbrechen.

Komplett lahmgelegt wird die Brennerautobahn am 30. Mai für die Dauer von acht Stunden wegen einer Demonstration, wie die „Krone“ bereits mehrfach berichtete. Aus der Wirtschaft kommt dafür zwar Verständnis, gleichzeitig wird aber auch Sorge bezüglich der finanziellen Schäden geäußert.

Franz Sailer, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Tirol, betont, dass „wir ein tiefes Verständnis für alle verkehrsmüden Tirolerinnen und Tiroler haben, denn auch wir leben und arbeiten in diesem Transitland“. Dennoch würde die Demo die heimischen Wirtschaftstreibenden vor große Herausforderungen stellen.

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Wir sind in eng verflochtene Lieferketten eingebunden. Jede Unterbrechung wirkt sich nachhaltig darauf aus.

Karlheinz Wex

Verspätungen im öffentlichen Verkehr
Im öffentlichen Verkehr werde es zu Verspätungen und Änderungen bei der Streckenführung kommen. Betroffen davon sei etwa die Buslinie von Innsbruck nach Lienz. „Auch der öffentliche Personenverkehr in und aus dem Wipp- und Stubaital, der grundsätzlich nicht von der Sperre umfasst ist, wird aufgrund der allgemeinen Verkehrssituation wohl mit Verspätungen rechnen müssen“, verdeutlicht Sailer.

Logistikbranche und Industrie ebenfalls in Sorge
Die Logistikbranche blickt nicht nur mit Sorge auf den Tag der Demo selbst, sondern auch auf die Tage danach. „Kopfzerbrechen bereiten uns der Montag und der Dienstag danach. Denn wir wissen nicht, wie sich die Blockade auf den nachgelagerten Verkehr auswirken wird“, meint Günter Schmarl, Fachgruppenobmann der Speditionen.

Bedenken kommen auch aus der Industrie. Spartenobmann Karlheinz Wex hebt vor allem hervor, dass „wir in eng verflochtene Lieferketten eingebunden sind. Jede Unterbrechung wirkt sich nachhaltig aus“.

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Vor allem bei Produkten des täglichen Bedarfs haben die Händler mit Herausforderungen zu kämpfen.

Roman Eberharter

„Darf nicht zu einem Dauerinstrument werden“
Durch vorgezogene Bestellungen sieht man sich im Handel zwar gut vorbereitet, es seien aber erhebliche zusätzliche Aufwendungen notwendig. „Vor allem bei Produkten des täglichen Bedarfs haben die Händler mit Herausforderungen zu kämpfen“, so Obmann Roman Eberharter. Er beruhigt jedoch, dass niemand Angst haben müsse, plötzlich vor leeren Regalen zu stehen.

Abschließend meinen die Wirtschaftsvertreter unisono, dass „wir alle gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Transitproblematik entwickeln müssen. Aktionen, die zentrale Verkehrsadern lahmlegen, dürfen nicht zu einem Dauerinstrument werden“.

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