Der Druck steigt

Neue Flüchtlingswelle auf Urlaubsinsel Kreta

Ausland
12.05.2026 08:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

An der Südküste der griechischen Insel Kreta sind erneut Migranten angekommen. Rund 100 Menschen wurden am Montag in Kaloi Limenes an Land gebracht. Unter ihnen befanden sich auch eine Frau und ein Säugling.

Die jüngsten Vorfälle verdeutlichen den anhaltenden Migrationsdruck auf die südlichen Außengrenzen Griechenlands. Besonders die Inseln Kreta und Gavdos entwickeln sich zunehmend zu neuen Ankunftspunkten für Boote, die von der nordafrikanischen Küste aus starten, vor allem aus Libyen. Bereits am Sonntag waren 44 Personen in derselben Region sowie 85 Menschen auf der kleinen Insel Gavdos eingetroffen.

Deutliche Zunahme der Ankünfte auf Kreta seit 2022
Während die östlichen Ägäisinseln wie Lesbos, Chios und Samos seit der Flüchtlingskrise von 2015 im Mittelpunkt standen, spielte Kreta lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle auf den Migrationsrouten nach Europa. Seit etwa 2022 beobachten die griechischen Behörden jedoch eine deutliche Zunahme der Ankünfte südlich von Kreta. Schleppernetzwerke nutzen verstärkt längere Routen über das Mittelmeer, um Kontrollen in der östlichen Ägäis zu umgehen.

Athen fordert mehr Unterstützung durch EU
Die griechische Regierung fordert mehr Unterstützung von der Europäischen Union beim Schutz der Außengrenzen und bei der Verteilung von Migranten innerhalb Europas. Menschenrechtsorganisationen weisen hingegen darauf hin, dass viele der Ankommenden vor Krieg, Armut oder politischer Instabilität fliehen. Die Situation im zentralen Mittelmeer bleibt damit eines der wichtigsten migrationspolitischen Themen Europas.

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