In vielen mittleren und großen Unternehmen ist KI zumindest in Form von Pilotprojekten bereits angekommen. Es gibt laut Umfrage aber immer noch einen beträchtlichen Teil an Firmen, die dem Thema komplett fernbleiben: Knapp ein Drittel (31 Prozent) nutzt keine KI und plant dies auch in Zukunft nicht. Für die, die KI bereits nutzen, gestaltet sich die wirtschaftliche Erfolgsmessung indes schwierig.
Für eine Umfrage der Beratungsfirma EY wurden 100 Führungskräfte in Unternehmen in Österreich mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt. Bereits 69 Prozent der Befragten setzen im Unternehmen KI zumindest in Pilotprojekten ein. Eine breite Skalierung und messbare Effizienzsteigerungen erzielen allerdings nur acht Prozent davon. Die wirtschaftliche Bewertung von KI ist schwierig, in knapp jedem zweiten Unternehmen (47 Prozent) ist eine solche noch nicht möglich. Nur rund ein Viertel (24 Prozent) der Firmen kann einen messbaren erzielten Mehrwert erfassen.
„Ohne klare Zieldefinition und konsequentes Messen ist KI ein teures Experiment ohne Steuerung. Unternehmen, die den wirtschaftlichen Nutzen nicht erheben, können ihre Investitionen nicht rechtfertigen – und verpassen die Chance, KI gezielt weiterzuentwickeln“, sagte Patrick Ratheiser, Head of AI bei EY Österreich, laut Aussendung.
Kaum klare KI-Strategien
Auch auf strategischer Ebene gibt es noch Lücken. Nicht einmal ein Drittel der Unternehmen, die mit KI arbeiten oder Projekte planen, gibt an, dass die Führungsebene eine klare KI-Strategie definiert hat, den Einsatz aktiv unterstützt und dafür Budget sowie Ressourcen bereitstellt. Vielen Firmen mangelt es auch an Know-how. Lediglich 22 Prozent der Befragten sehen bei sich hohes internes KI-Know-how oder stellen Spezialisten auf dem Gebiet an. Gezielte Schulungen dazu gibt es in 27 Prozent der Unternehmen.
Auch die Investitionen in KI halten sich noch in Grenzen. Knapp ein Viertel der Unternehmen, die KI einsetzen oder planen, haben bisher noch keine Mittel investiert, weitere 32 Prozent haben weniger als 50.000 Euro in KI gesteckt. Das Geld wird meist für Softwarelizenzen und Cloud-Services, Schulungen oder System-Integration verwendet.
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