Millionen für Verein

Zwei Abteilungen finanzieren, aber keine Kontrolle

Wien
06.05.2026 09:00

Die Lokale Agenda 21 verwirklicht etwa die Grätzeloasen, dafür gibt es nicht wenig Geld von der Stadt Wien – ohne wirklich zu prüfen. Und die Förderungen wurden auch noch erhöht.

Bereits seit 2002 gibt es den gemeinnützigen Verein Lokale Agenda 21, seit 2003 erhält er finanzielle Mittel der Stadt. Der Stadtrechnungshof hat sich nun die Förderungen im Zeitraum 2021 bis 2023 angesehen sowie 2024.

Da gab es nämlich Geld für die Projekte Grätzeloase sowie das Grätzellabor. Für Ersteres wurden binnen drei Jahren 709.319 Euro ausbezahlt, für Zweiteres gab es 2021 und 2022 je rund 1,2 Millionen Euro, 2023 rund 1,3 Millionen Euro.

Geld ja, Kontrolle nein
Die Förderungen wurden von der MA22 (Umweltschutz) sowie von der MA43 (Stadtgärten) angewiesen beziehungsweise ausgezahlt. Zwei Stellen waren involviert, aber keine von beiden kontrollierte die Einhaltung der Förderbedingungen.

Förderungen massiv erhöht
Laut Stadtrechnungshof sahen sie die Zuständigkeit nämlich beim jeweils anderen – weil beide laut eigener Aussage nicht über das notwendige Fachwissen verfügen würden. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Zahlungsfreigaben für beide Programme erfolgten ohne vorherige fachlich-inhaltliche Prüfung der Abrechnungsunterlagen.

Und: Für das Jahr 2024 erhöhte sich die beantragte Fördersumme der Grätzeloasen von 250.000 auf 400.000 Euro pro Jahr, beim Grätzelabor von 648.000 auf 972.000 Euro jährlich.

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