Kartenhaus eingestürzt

Wer zahlt für Kilgers Pleiten letztlich die Zeche?

Steiermark Newsletter
01.05.2026 10:30

Nicht einmal zehn Jahre hielt das Imperium von Hans Kilger: Nachdem der Münchner Investor in der Südsteiermark alles zusammengekauft hatte, was nicht bei drei am Baum war, bricht sein Kartenhaus nun Stück für Stück zusammen. Quasi im Wochenrhythmus meldet eine seiner Gesellschaften Insolvenz an.

Als Hans Kilger in den 2010er-Jahren in der Südsteiermark auf Einkaufstour ging, beobachten das schon viele mit Argwohn – gar nicht so wenige sahen im Deutschen aber eine Art Heilsbringer und vor allem das schnelle Geld. Bereitwillig wurde ihm da von Weingütern bis zu architektonischen Kleinoden so gut wie alles offeriert, was man gerade bei der Hand hatte.

Und Kilger ließ sich nicht lange bitten. Laut eigenen Angaben hat er bis 2020 schon 50 Millionen Euro in der Steiermark investiert. Wie viel von diesem Geld auch wirklich geflossen ist, kann wohl nur der Münchner selbst beantworten, wenn überhaupt. Schwarz auf Weiß dokumentieren nun aber die Kreditschützer den Zerfall seines einstigen Imperiums.

Quasi im Wochenrhythmus wird da Insolvenz angemeldet – zuletzt etwa von seiner DK Wildtierzucht GmbH & Co KG. Allein bei der Muttergesellschaft Domaines Kilger wurden bislang Forderungen in Höhe von 51 Millionen Euro anerkannt, laut Experten könnten es am Ende sogar 100 Millionen werden.

Bleibt eben nur die Frage, wer am Ende die Zeche für diesen germanischen Pleite-Tornado, der aktuell über die Südsteiermark hinwegzieht, zahlen wird. Hans Kilger wird es wohl ziemlich sicher nicht sein.

Einen schönen 1. Mai!

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