Zu viel Süßes

Deutsche Regierung will Zuckersteuer einführen

Ausland
28.04.2026 14:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Übergewicht, Diabetes, Probleme mit Herz und Kreislauf: Übermäßiger Konsum von Zucker schadet dem Körper. Trotzdem nehmen die meisten von uns zu viel von dem süßen Stoff zu sich. In Deutschland will man nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mit einer „Zuckerabgabe“ soll der Konsum von Zucker verteuert und somit unattraktiver gemacht werden und gleichzeitig will man durch die zusätzlichen Einnahmen das Budget konsolidieren.

Die oben genannten Volkskrankheiten sind nur einige Beispiele aus einer langen Liste von Problemen, die ein Übermaß an Süßem mit sich bringt. Betroffen sind nicht nur Erwachsene, sondern vor allem auch Kinder.

Aus diesem Grund unterschrieben in Deutschland zuletzt mehr als 5000 Ärzte, Apotheker und Ernährungsexperten einen Aufruf an die Regierung, um eine Zuckersteuer einzuführen.

Ein von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetztes Gremium schlug dafür unter anderem auch die Einführung einer gestaffelten Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke wie Colas und Limonaden vor. Auch in den Kreisen des Finanzministeriums war am Montag von einer Abgabe die Rede.

Reform zur Entlastung der Krankenkassen
Zur Konsolidierung des Budgets der deutschen Bundesregierung ist neben der Zuckerabgabe auch eine Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer sowie der Abbau von Finanzhilfen geplant. Hintergrund sind Empfehlungen einer Kommission für die Reform zur Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherungen. Diskutiert wird außerdem eine Plastikabgabe.

Das Kabinett will am Mittwoch Eckwerte des deutschen Haushalts 2027 sowie der Finanzplanung für die folgenden Jahre beschließen. Geplant sind im kommenden Jahr im Kernhaushalt Ausgaben von rund 543 Milliarden Euro – das sind deutlich mehr als in diesem Jahr. 

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