So, 24. Juni 2018

Fructose

18.07.2014 16:50

Nicht verträglich: Auch Gesundes kann krank machen

Wer zu viel Fruchtzucker zu sich nimmt, riskiert die Entstehung einer sogenannten Fettleber. Vor allem die zugesetzte Fructose in vielen Softdrinks und Fertigprodukten belastet den Organismus.

Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall – die Beschwerden bei Fructoseunverträglichkeit sind nicht lebensbedrohend. Sie beeinträchtigen den Alltag der Betroffenen jedoch enorm. Neben Magen- und Darmproblemen in unterschiedlicher Stärke, können auch psychische Probleme wie Depressionen, Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit auftreten.

"Bei hohem Konsum an Fructose erzeugt die Leber im Rahmen der Energiespeicherung Triglyceride und lagert diese in der Leber ab. Es kann weiters zu erhöhten Harnsäurewerten oder auch zu einer sogenannten nicht alkoholischen Fettleber kommen", erklärt Prim. Dr. Bernhard Mayr vom Landeskrankenhaus Gmunden (OÖ), Abteilung Innere Medizin.

Außerdem hemmt Fructose das Hormon Leptin, welches mitverantwortlich für die Regulierung des Sättigungsgefühls im Köper ist.

Fruchtzucker ist bis zu zweieinhalb Mal süßer als Glukose. Man findet ihn nicht nur in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, sondern auch vermehrt in industriell gefertigten Lebensmitteln:

  • Fruchtsäfte, Fruchtsirup und Limonaden
  • Süßigkeiten mit Fructose als Süßungsmittel
  • Zahlreiche industriell verarbeitete Lebensmittel
  • Kompotte, Marmeladen und Honig
  • Verschiedene Obstsorten, z.B. Weintrauben, Äpfel, Birnen
  • Manche Gemüsesorten, z.B. Paprika, Kohlgemüse, Rüben
  • Dörrobst, z.B. Rosinen, Feigen, Datteln

"Wer Fertigkost isst, muss die Zutatenlisten genau studieren. Doch sicher vor unliebsamen Überraschungen kann man nur bei Produkten mit 100-prozentiger Deklaration sein, denn Fructose kann versteckt enthalten sein, z.B. als Feuchthaltemittel, Backhilfsmittel, zur Geschmacks- und Strukturbeeinflussung", betont Prim. Mayr.

Fructoseunverträglichkeit ist zurzeit nicht heilbar. Durch eine fructose- und sorbitarme Diät ist jedoch meist die völlige Beschwerdefreiheit zu erreichen.

Wie viel Fructose der eigene Körper toleriert, ist individuell unterschiedlich und muss ausprobiert werden. In schweren Fällen kann eine strenge Diät auf Dauer nötig sein (mit dem Arzt besprechen!). Oft genügt es aber schon, stark fructosehältige Lebensmittel wie Äpfel, Birnen, Mangos, Kiwi, Heidelbeeren und Trockenfrüchte zu meiden.

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