In einem Programm der Burgenländischen Naturschutzorgane und des Landes sollen invasive fremde Pflanzen bekämpft werden. Dazu sind heuer fünf Aktionstage geplant. Einer davon fand am Freitag in Bruckneudorf statt.
Das Wort Neophyten „bedeutet auf gut Deutsch eigentlich nichts anderes als „Neu-Pflanzen“. Es sind gebietsfremde Pflanzenarten, die durch den Menschen direkt oder indirekt in neue Gebiete eingeführt wurden und sich dort wild etabliert haben. Viele Neophyten sind harmlos, doch einige wirken invasiv, verdrängen heimische Arten, beeinträchtigen die Biodiversität oder verursachen ökonomische/gesundheitliche Schäden.
Deshalb hat man ihnen vor einiger Zeit auch den Kampf angesagt. Denn auch im Burgenland breiten sich solch Neophyten aus. Mit dem Projekt „Neophyten-Offensive Burgenland“, das vom Verein der Burgenländischen Naturschutzorgane umgesetzt und vom Land Burgenland unterstützt wird, wird gezielt dagegen angegangen.
Pflanzenbekämpfung an der Leitha
45.000 Euro hat das Land Burgenland zur Bekämpfung zur Verfügung gestellt. In einem Aktionstag in Bruckneudorf wurde direkt an der Leitha gegen den Japanischen Staudenknöterich vorgegangen. „Diese invasive Art stellt insbesondere an Fließgewässern ein großes Problem dar, da sie heimische Pflanzen verdrängt, dichte Bestände bildet und Uferbereiche destabilisieren kann, was die Erosionsgefahr erhöht“, weiß Bernhard Schütz, Naturschutzorgan des Landes Burgenland.
Beim besonderen Aktionstag schaute auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner das Leithaufer in Bruckneudorf, um sich über die Arbeiten ein eigenes Bild zu machen. „Die Pflanzen wurden im Zuge der Aktion mit einer Akku-Sense gemäht und anschließend fachgerecht abtransportiert“, erklärt Haider-Wallner. Diese Pflanze ist problematisch, weil sie sehr schnell wächst – bis zu 30 Zentimeter pro Tag – und dadurch die nahe Umgebung beschattet. Er bildet dichte Monokulturen und verdrängt dadurch die heimischen Arten.
„Die Biodiversität wird dadurch drastisch verringert“, so Haider-Wallner. „Deshalb soll mit weiteren Aktionstagen, Schulungen und Workshops gezielter und fachlich fundiert gegen invasive Arten im Burgenland vorgegangen werden.“
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