Gebietsfremde Arten

Pflanzenwelt: Maßnahmen gegen „Eindringlinge“

Burgenland
18.03.2026 19:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Ein Neophyten-Managementplan und ein flächendeckendes Freiwilligennetzwerk in den burgenländischen Gemeinden sollen gebietsfremde Pflanzenarten bekämpfen. Land und Naturschutzorgane ziehen dabei an einem Strang.

Gebietsfremde Arten wie die Kanadische Goldrute, der Japan-Staudenknöterich oder der Götterbaum verdrängen heimische Pflanzen, verändern Lebensräume und können zu einem deutlichen Rückgang der Biodiversität führen. Gleichzeitig entstehen Schäden in der Land- und Forstwirtschaft sowie an der Infrastruktur. In Europa werden die Kosten im Zusammenhang mit invasiven Arten auf mehr als zehn Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Das Land und der Verein der Burgenländischen Naturschutzorgane (VBNO) starten nun ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung dieser invasiven Arten. Langfristig sollen diese gebietsfremden Pflanzen damit eingedämmt werden. „Neophyten setzen unsere heimische Natur zunehmend unter Druck“, erklärt Vizelandeschefin Anja Haider-Wallner (Grüne). Gleichzeitig lasse sich ihre Ausbreitung nicht kurzfristig stoppen – auch, weil die Klimakrise sie zusätzlich begünstigen würde. 

Geplant sind Aktionstage mit Infoveranstaltungen und Pflegeeinsätzen im ganzen Land. Ein zentraler Bestandteil der Offensive ist zudem der Aufbau eines flächendeckenden Netzwerks an Freiwilligen in den Gemeinden, die als lokale Ansprechpartner dienen sollen. Bis Ende 2026 soll ein Neophyten-Managementplan erarbeitet werden. „Die Bekämpfung invasiver Pflanzen grenzt an eine Sisyphos-Aufgabe – das gelingt nur gemeinsam und mit engagierten Partnern“, so Vizelandeschefin Anja Haider-Wallner (Grüne).

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