Trotz Fahrerlaubnis?
Irans Revolutionsgarden beschießen Tanker
US-Präsident Donald Trump hat, wie berichtet, am Dienstag kurz vor Ende einer Waffenruhe diese kurzerhand wieder verlängert. Die Waffen sollen schweigen, bis der Iran einen geeinten Vorschlag für einen Frieden zwischen den beiden Ländern bzw. Israel vorbringe. Die iranischen Revolutionsgarden mahnen weiterhin zu erhöhter Vorsicht und wollen die Straße von Hormuz nicht freigeben. Am Mittwoch wurden erneut mehrere Tanker beschossen und beschlagnahmt.
Mittwochfrüh wurde der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO zufolge ein Containerschiff 15 Seemeilen nordöstlich vor der Küste des Oman angegriffen. Demnach meldete der Schiffsführer, dass sich dem Schiff ein Kanonenboot der iranischen Revolutionsgarden genähert habe. Anschließend sei sein Schiff wiederholt beschossen worden. Dadurch seien schwere Schäden an der Brücke entstanden.
BBC: Kapitän hatte Fahrerlaubnis
Laut einem Bericht des britischen Senders BBC hatte der Kapitän des Frachters eigentlich über eine Erlaubnis zur Durchquerung der Meerenge verfügt. Das iranische Nachrichtenportal Nur-News, das dem Nationalen Sicherheitsrat nahesteht, bestätigte einen Vorfall, widersprach aber den BBC-Angaben. Der Beschuss sei erfolgt, da die Besatzung Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert habe.
Seefahrtsbehörde appelliert: „Jede verdächtige Aktivität melden“
Wenig später meldete die UKMTO einen weiteren Vorfall. Ein auslaufender Frachter wurde nach Angaben des Kapitäns acht Seemeilen westlich des Iran beschossen und liegt demnach gestoppt im Wasser. Die Behörde sei sich der erhöhten Aktivität im Gebiet der Straße von Hormuz bewusst und fordere Schiffe auf, jede verdächtige Aktivität zu melden, hieß es (siehe X-Posting oben).
Drittes Schiff „zum Stillstand gebracht“
Iranische Medien teilten mit, dass neben den beiden bereits erwähnten Frachtern nunmehr auch ein drittes Schiff „zum Stillstand gebracht“ worden sei. Die Frachtschiffe haben den Angaben zufolge „Regeln verletzt“ bzw. „Anweisungen nicht befolgt“. Laut der Nachrichtenagentur Reuters beschlagnahmte die Marine der iranischen Revolutionsgarden zwei der Schiffe und bringt sie an die Küste des Landes.
Die Nachrichtenagentur FARS veröffentlichte die Namen der drei Frachtschiffe. Laut dem Trackingdienst Vesselfinder handelte es sich bei der Epaminondas um ein Containerschiff unter Flagge Liberias, das von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war. Der Frachter MSC Francesca lag zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens und fährt unter der Flagge Panamas. Die MSC Francesca und die Epaminondas wurden demnach festgesetzt. Außerdem wurde ein Containerschiff namens Euphoria attackiert, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll. Verletzte oder Umweltschäden soll es nicht geben. Die Besatzung aller drei Schiffe soll in Sicherheit sein.










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