Ernährungskrise
Iran-Krieg stürzt Millionen Menschen in die Armut
Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran wird weltweit mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut treiben. Das teilten die Vereinten Nationen am Donnerstag mit. Grund dafür seien vor allem Engpässe bei Kraftstoff und Düngemitteln, sagte der Chef des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP), Alexander De Croo.
Die Blockade von Frachtschiffen in der Straße von Hormuz habe die landwirtschaftliche Produktivität bereits verringert. Dies werde voraussichtlich die Ernteerträge belasten. „Die Ernährungsunsicherheit wird in einigen Monaten ihren Höhepunkt erreichen – und man kann nicht viel dagegen tun“, sagte er. Selbst bei einem sofortigen Ende der Kämpfe seien die Auswirkungen spürbar und würden die Menschen in die Armut zurückdrängen.
Ein Großteil der weltweit eingesetzten Düngemittel wird im Nahen Osten produziert. Ein Drittel des globalen Angebots wird durch die Straße von Hormuz verschifft, über deren Kontrolle der Iran und die USA streiten. Sie ist durch das iranische Militär de facto gesperrt. Nun hat Teheran erstmals Einnahmen aus Gebühren für die Durchfahrt erhalten. „Die ersten Einnahmen aus den Mautgebühren für die Straße von Hormuz wurden auf das Konto der Zentralbank eingezahlt“, sagte Vize-Parlamentspräsident Hamid-Reza Haji Babaee. Die Meerenge ist ein zentrales Streitthema der Verhandlungen über ein mögliches Kriegsende zwischen den USA ud dem Iran.
Bereits Anfang des Monats hatten die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) und das Welternährungsprogramm (WFP) der UNO davor gewarnt, dass der Krieg die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben werde. Die Krise habe zudem etwa 0,5 bis 0,8 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung vernichtet, sagte De Croo. Humanitäre Hilfen müssten wegen dieser Entwicklung eingeschränkt werden, dabei nehme zeitgleich im Sudan, im Gazastreifen und in der Ukraine die Not zu. „Wir werden bestimmten Menschen sagen müssen, dass es uns wirklich leidtut, wir ihnen jedoch nicht helfen können“, sagte der UNDP-Chef.









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