Trotz belastender DNA-Spur streitet der verdächtige Täter aus Ferlach weiter alles ab – und liefert abenteuerliche Erklärungen. Auch für die bei ihm sichergestellten 15.000 Euro in Bar.
Dass nur wenige Meter neben seiner Wohnung in Ferlach das mögliche Fluchtrad gestohlen worden sein dürfte (die „Krone“ berichtete), war für die Ermittler das oft zitierte Tüpfelchen auf dem I. Denn sie waren dem mutmaßlichen Räuber ohnedies bereits auf der Spur. Aufgrund eines Vorfalls in der Vergangenheit war der 48-Jährige erkennungsdienstlich behandelt worden, wie es im Fachjargon heißt. Sprich: Seine DNA wurde in der Datenbank gespeichert.
Und so schrillte nach der Spuren-Auswertung des Forderungsschreibens, welches der Täter in der Bank zurückgelassen hat, der Alarm: Treffer! Die DNA stimmte mit jener des 48-Jährigen überein. Zwar trug der Täter beim Coup Handschuhe, aber nicht beim Verfassen des „Briefes“. Ein blöder Zufall, wie der in U-Haft sitzende Verdächtige (es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung) aber behauptet.
Er habe Kopierpapier gekauft und dieses an einem öffentlichen Ort versehentlich liegen gelassen. Der „wahre Bankräuber“ soll sich davon bedient haben. Eine abenteuerliche Geschichte, die ihm weder Polizei noch Justiz abkaufen. Beim Zugriff in Klagenfurt hatte der Verdächtige jedenfalls – trotz Arbeitslosigkeit – 4000 Euro eingesteckt. Weitere 11.000 Euro stellten Fahnder in der Wohnung in Ferlach sicher.
Keine Spur vom Fluchtfahrrad
Geld, das er angeblich beim Glücksspiel gewonnen haben will. Denn auf diese Weise habe er, laut eigener Aussage, auch sein Leben finanziert. Was auch zum möglichen Motiv führen könnte. Von den restlichen rund 200.000 Euro, die beim Bankraub-Coup erbeutet wurden, wie auch vom Fluchtfahrrad, fehlt Jedenfalls weiterhin jede Spur.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.